+ Translate + Translate + Translate +



Social Media

Udo Lindenberg

Udo Lindenberg

 

Udo Gerhard Lindenberg (* 17. Mai 1946 in Gronau (Westf.)) ist ein deutscher Rockmusiker, Schriftsteller und Kunstmaler.

 

Jugend

Udo Lindenberg wurde als Sohn von Hermine und Gustav Lindenberg geboren. Er hat drei Geschwister: den älteren Bruder Erich Lindenberg (1938–2006), der Kunstmaler wurde, sowie zwei jüngere Zwillingschwestern, Erika und Inge.

Bereits in seiner Kindheit manifestierte sich bei Lindenberg ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl, und er nahm jede Gelegenheit wahr, zu trommeln, wobei sein erstes Schlagzeug lediglich aus Benzinfässern bestand. Im Alter von 15 Jahren begann er eine Ausbildung zum Kellner im Hotel Breidenbacher Hof in Düsseldorf, wo er in Altstadtkneipen als Schlagzeuger spielte. In einem Interview schilderte er seinen ursprünglichen Traum, als Kellner auf den Kreuzfahrtschiffen dieser Welt anzuheuern, den er dann später verwarf. (Zitat: „Mein Traum waren immer die dicken Pötte.“)Die nachfolgenden „Wanderjahre“ führten ihn über Norddeutschland (unter anderem bei Gunter Hampel), Frankreich und Tripolis nach Münster auf die dortige Musik-Akademie. 1968 kam er nach Hamburg und beschloss, Mitglied in einer Folkloregruppe zu werden. 1969 wurde Udo Lindenberg Schlagzeuger bei den City Preachers, der ersten Folk-Rock-Band Deutschlands.

 

Karriere

1970er Jahre

1969 gründete Lindenberg seine erste Band Free Orbit (mit Peter Herbolzheimer), deren erste LP im Oktober 1970 erschien (Lindenberg: Schlagzeug, zum Teil Gesang). Außerdem war er zu dieser Zeit als Studio- und Gastmusiker (u. a. bei Michael Naura, Knut Kiesewetter) gefragt. Seine Qualitäten als Schlagzeuger ermöglichten Lindenberg 1970 in München eine Zusammenarbeit mit dem Jazz-Saxophonisten Klaus Doldinger. Auf dem Debütalbum der von ihm gegründeten Formation Passport spielt Lindenberg 1971 Schlagzeug. Auch bei der von Doldinger komponierten Titelmusik der ARD-Fernsehserie Tatort ist Lindenberg in der bis 1978 abgespielten Version als Schlagzeuger zu hören. Die erste LP der Jazzrockformation Emergency war 1971 kein besonderer kommerzieller Erfolg.

Die LP Lindenberg (ebenfalls 1971 und noch englisch gesungen, aber schon mit Steffi Stephan am Bass) floppte ebenfalls. Im Jahr darauf erschien die erste LP auf Deutsch: Daumen im Wind (produziert von Udo Lindenberg und Thomas Kukuck, die auch die nächsten fünf Alben zusammen produzierten), von der gerade mal 7.000 Stück verkauft werden konnten; die daraus ausgekoppelte Single Hoch im Norden wurde jedoch besonders in Norddeutschland ein Hit im Radio. 1973 brachte das nach der Andrea Doria benannte Album Andrea Doria mit den Ohrwürmern Alles klar auf der Andrea Doria und Cello den kommerziellen Durchbruch, es verkaufte sich über 100.000 mal, und Lindenberg bekam recht schnell den ersten Millionenvertrag eines deutschsprachigen Rockmusikers. Im Einerlei der deutschen (insbesondere der deutschsprachigen) Musik zu Beginn der 1970er Jahre nahm Lindenberg eine Sonderstellung ein: Zwischen international ausgerichtetem Krautrock und Schlagern fand er eine Nische. Rock auf Deutsch hatten vorher zwar auch schon Bands wie Ihre Kinder aus Nürnberg oder Ton Steine Scherben mit ihrem Sänger Rio Reiser gemacht, doch die waren zu dieser Zeit vorwiegend politisch und sprachen eher ein Nischenpublikum an.

Lindenbergs schnoddrige Art, alltägliche Geschichten zu erzählen (Bei Onkel Pö…) und sein nuanciertes Sprachgefühl waren dagegen bis dato ungehört. In der Folge profitierten zahlreiche Musiker von Lindenbergs Pionierarbeit. So bekamen zum Beispiel Stefan Waggershausen und Marius Müller-Westernhagen ihre ersten Plattenverträge. Über die Urheberschaft der Sprüche Lindenbergs gab es später eine außergerichtliche Einigung mit dem langjährigen Saxophonisten Olaf Kübler. Lindenberg ging 1973 erstmals mit seinem Panikorchester auf Tournee. Es folgten zahlreiche weitere Platten und Tourneen. Lindenberg erfand in diesen Jahren viele seiner Kunst- und Kultfiguren wie Rudi Ratlos, Elli Pyrelli und Bodo Ballermann.

1975 erschien Lindenbergs erstes Buch Albert Alptraum bis Votan Wahnwitz. Auf dem Album Ball Pompös gelang es Lindenberg, in seinen Liedtexten mit Wortwitz zeitgeistige Gesellschaftserscheinungen pointiert auf den Punkt zu bringen. Ein Beispiel hierfür das Lied Leider nur ein Vakuum, das bestimmte Verhaltensweisen der Jugendkultur satirisch beleuchtet. Riskante Spiele thematisiert Alkoholismus, ohne den Zeigefinger zu erheben. Auch im Nachfolgealbum Votan Wahnwitz wechseln die Liedtexte zwischen Ernst und Witz und werden durch einfallsreiche musikalische Strukturen überhöht. Beispiele hierfür sind die Lieder Der Malocher und Elli Pyrelli.

Das Jahr 1976 wurde für Udo Lindenberg zu einem seiner produktivsten. Neben der LP Galaxo Gang erschien unter dem Pseudonym Das Waldemar Wunderbar Syndicat I make you feel good, eine erste Best of Panik Udo und die erste in einer Reihe von fremdsprachigen Veröffentlichungen: No Panic, auf der Lindenberg seine Lieder auf Englisch intoniert. Im gleichen Jahr (und auf einer weiteren LP: Sister King Kong) artikulierte Lindenberg in dem Lied Rock ’n’ Roll Arena in Jena zum ersten Mal die Forderung nach einer „Panik-Tournee“ durch die DDR. 1976 „entdeckte“ Lindenberg auch Ulla Meinecke und produzierte ihre ersten beiden Alben. Sie war dafür als Gast und Songschreiberin auf der 1977-er LP Panische Nächte und der 1978 erschienenen Dröhnland Symphonie zu hören. Auf Lindenbergs Rock Revue (1978) „deutschte“ Lindenberg zusammen mit Horst Königstein Klassiker des Rock’n’Roll (von Little Richard über die Beatles bis zu den Rolling Stones) ein, und ging danach auf große Tournee. Auch der Nr.-1-Hit We Gotta Get out of This Place wurde in einer deutschen Textversion veröffentlicht.

Die folgende „Dröhnland-Symphonie“-Tour wurde von Peter Zadek als Show mit großer Bühne, Multimedia und einer Vielzahl an kostümierten Statisten inszeniert. Als Ergebnis entstand Lindenbergs erstes Livealbum Livehaftig. 1979 erschien mit Der Detektiv die zweite Rock-Revue, auf der weitere deutsche Coverversionen internationaler Hits wie Candle in the Wind von Elton John, Born to Be Wild von Steppenwolf, My Little Town und As Time Goes By (aus dem Film Casablanca) zu finden sind.

Udo Lindenberg bewohnte in Hamburg-Winterhude die „Villa Kunterbunt“ im Rondeel 29, in der er zeitweise auch mit Otto Waalkes und Marius Müller-Westernhagen in einer WG lebte. Lindenbergs Alliterationen inspirierten Waalkes zu Figuren wie Harry Hirsch, Susi Sorglos und anderen.

 

1980er Jahre

1980 produzierte Lindenberg den Film Panische Zeiten, in dem er neben Karl Dall, Hark Bohm und Eddie Constantine als Schauspieler in einer Doppelrolle (als Detektiv Coolman und er selbst) auftritt. Die gleichnamige Platte erschien im selben Jahr und auf der Tour gastierte Helen Schneider. 1981 erschien neben der Single Wozu sind Kriege da?, einem Duett mit Pascal Kravetz, dem 10-jährigen Sohn des Panikorchester-Pianisten, ein weiteres Buch Rock und Rebellion – ein panisches Panorama. Die LP Udopia wurde aufwendig und vielseitig zwischen hartem Rock und Chanson in Nassau und New York produziert.

Nach der ausgedehnten Tour mit Inga Rumpfs Reality erschien Anfang 1982 das Doppel-Livealbum Intensivstationen mit Mitschnitten der 1980er und 1981er Touren. Das letzte Album 1982 für seine langjährige Plattenfirma Teldec ist auch gleichzeitig das ungewöhnlichste. Keule wird auch als Lindenbergs Punkalbum betitelt. Neben minimalistischen Arrangements (Körper), brachialem Rock (Gesetz) und Texten voll beißender Gesellschaftskritik fällt vor allem das Cover mit Lindenberg als haarigem Neandertaler aus dem Rahmen. An den Aufnahmen für das Album waren auch die US-amerikanischen Musiker George Lynch (Gitarre) und Mick Brown (Schlagzeug), beide Mitglieder der Band Dokken, beteiligt. 1983 übernahm Lindenberg neben Renan Demirkan und unter der Regie von Adolf Winkelmann eine Rolle im Film Super.

1983 wurde das Lied Sonderzug nach Pankow aus der LP Odyssee, eine Adaption von Harry Warrens Chattanooga Choo Choo, sein bis dahin größter kommerzieller Erfolg und löste eine Diskussion in der Regierung der DDR aus, da Lindenberg deutlich den Wunsch äußert, in der DDR auftreten zu dürfen („All die ganzen Schlageraffen dürfen da singen…“). Im Oktober durfte er dann im Palast der Republik in Ost-Berlin auftreten und feierte danach im Westen sein zehnjähriges Bühnenjubiläum auf der ausverkauften Berliner Waldbühne. Die Tournee 1984 durch die DDR wurde allerdings trotz bereits geschriebener Hymne (Hallo DDR! auf der 1984er LP Götterhämmerung) von der dortigen Regierung abgesagt.[6] Ähnlich ging es im gleichen Jahr der Gruppe BAP.

Götterhämmerung überraschte ebenso wie der Vorgänger Odyssee durch neue Sounds. Disko-Funk (Commander Superfinger) verbindet sich dort mit schnoddrigen Texten mit hohem Aktualitätsbezug. Sie brauchen keinen Führer bezieht deutlich Stellung zum Thema Neonazis. 1985 konnte Lindenberg nach ausgedehnter Sündenknall-Tournee (LP im Frühjahr mit einem Cover von Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n) in Moskau auftreten. Bei diesem Konzert sang er das Stück Wozu sind Kriege da im Duett mit der bekannten russischen Sängerin Alla Pugatschowa. Interessanterweise änderte sie in ihrer Strophe die Textzeile „Und ich fürchte mich in diesem Atomraketenwald“ ab in „Ich fürchte mich in diesem Wald aus westlichen Raketen“ (Ja bojus v ljesu iz zapadnich raket). Dies ist zu hören auf der LP Radio Eriwahn, deren A-Seite neue Studiotracks (Moskau) und die B-Seite Livemitschnitte aus den Moskauer Konzerten enthält.

1986 starb Gabi Blitz, die Wegbegleiterin und Privat-Sekretärin Lindenbergs und des Panikorchesters an einer Überdosis Drogen. Lindenberg widmete ihr die Ballade Horizont („Ein Paar wie Blitz und Donner…“) und landete damit einen weiteren großen Hit.[7]

Das dazugehörige Album Phönix ist weitgehend elektronisch dominiert und enthält (unter der Regie von Horst Königstein) vor allem Vertonungen von Texten von Bertolt Brecht und Lieder von Friedrich Hollaender in modernen Versionen. Die Nachfolge von Gabi Blitz übernahm 1987 Tom DeLuxe als Lindenbergs Tourneesekretär. Später übernahm dann Arno Köster den Job als Privatsekretär.

1987 schenkte Lindenberg Erich Honecker bei dessen erstem Besuch in der Bundesrepublik Deutschland in Wuppertal neben einer Lederjacke eine Gitarre mit der Aufschrift „Gitarren statt Knarren“ und erhielt im Gegenzug eine Martinstrompete. Diese kam auf der Hymne auf den „Generalsekretär“ vom Album Feuerland zum Einsatz. Die E-Gitarre ist heute in der retrospektiven Udo Lindenberg-Ausstellung auf Schloss Augustusburg zu sehen. Für seine erste Tournee durch die DDR musste Lindenberg dennoch bis nach dem Mauerfall warten. Im Juni 1988 trat er zusammen mit zahlreichen Musikern, zum Beispiel Michael Jackson, Pink Floyd und Nina Hagen, beim Rockkonzert vor dem Reichstag in West-Berlin auf.

1988 widmete Lindenberg seiner Mutter Hermine die gleichnamige Platte, auf der er als Chansonnier Lieder von 1929 bis 1988 intonierte. Auf dieser Platte findet sich auch die letzte Tonaufnahme von Marlene Dietrich; aufgenommen 1987 in ihrer Pariser Wohnung, die sie seit Jahren nicht mehr verlassen hatte, wurden die Bänder zu Lindenberg gebracht, der in einem nahen Café wartete. Auf Hermine finden sich neben Eigenkompositionen wiederum Lieder von Friedrich Hollaender, Theo Mackeben und Texte von Erich Kästner. Lindenberg setzte diese Tradition später mit der LP Gustav (seinem Vater gewidmet), dem Belcanto-Album und seiner Atlantic-Affairs-Revue fort. Auf der folgenden Feuerland-Revue 1988 prallen die Chansons und der harte Rock des Panikorchesters aufeinander. Man ging danach erstmal getrennte Wege.

Das folgende Album CasaNova wurde komplett in London eingespielt und verzichtet größtenteils auf Rock zugunsten von Balladen und Schlüpfrigem (Klavierlehrerin, Dirty Old Man). 1989 stellte Udo Lindenberg mit El Panico seine erste Autobiografie vor. Kieran und Lukas Hilbert aus Tostedt, als Gäste bereits 1988 mit auf Tour, traten dem Panikorchester bei. Die Brüder übernahmen mit Trommler Jean Autret und Hendrik Schaper für mehrere Jahre die musikalische Begleitung Lindenbergs. Sie (ko-)produzierten zum Beispiel das Album Bunte Republik Deutschland, das pünktlich zum Mauerfall und nach einem überstandenen Herzinfarkt im November 1989 erschien.

1990er Jahre

Im Januar 1990 ging das neue Panikorchester zum ersten Mal auf Tournee im Osten Deutschlands. Als Ergebnis wurde Live in Leipzig auf LP und Video gebannt. Für das Album Ich will dich haben (1991) (mit Kompositionen von Annette Humpe und Inga Humpe) erhielt Lindenberg abermals eine goldene Schallplatte. Lukas Hilbert wurde eine Zeit lang sein musikalischer Direktor, dessen Vater Erwin Hilbert sein enger Wegbegleiter und Sekretär. Lindenberg produzierte Hilberts erstes Soloalbum. Es folgte weiter in schnellem Rhythmus Album auf Album. Der große Erfolg blieb aus. Erste Videos liefen auf VIVA. Herauszuheben sind:

  • Und ewig rauscht die Linde (1996), das rau und rockig und – im Gegensatz zu den Vorgängeralben − „dancefloorfrei“ produziert wurde von Franz Plasa (Echt/Selig) und die Wiedervereinigung des „alten“ Panikorchesters auf der folgenden Tour zur Folge hatte.
  • Belcanto, auf dem Lindenberg alte Hits und neue Lieder und das Deutsche Filmorchester Babelsberg im Chanson-Stil der 1920er und 1930er Jahre zueinander bringt.
  • You can’t run away, einer neuen Version des Lindenberg-Songs No Future, zusammen mit Freundeskreis und produziert von 3P

Am 25. Januar 1992 fertigte er im Rahmen des Rockmarathons zur Rettung von Jugendradio DT64 einen „Sonderzug nach Pankow“ der von Fans aus Sachsen zur Fahrt von Leipzig nach Berlin gemietet war, ab.
Neben seinen musikalischen Tätigkeiten trat Lindenberg auch zunehmend als Maler in Erscheinung. 1996 hatte er seine erste Ausstellung, viele weitere folgten. Im Dezember 2003 stellte er – organisiert von Erwin Hilbert – seinen Bilderzyklus „DIE 10 GEBOTE“ in der Hamburger St.-Jacobi-Kirche aus. Nach der am 29. April 2005 eröffneten Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn folgten in Zusammenarbeit mit der Galerie Walentowski Ausstellungen seiner Werke in Werl (Eröffnung 6. November 2005) und Dresden (18. Februar 2006). Als Vernissage der Walentowski-Galerie „Udo Lindenberg & more“ in der neuen Europa Passage, Hamburg, begann diese mit einer exklusiven Udo-Lindenberg-Ausstellung. Zudem erschienen Bildbände über Lindenbergs Werke. Arbeiten des „Strichers aus St. Pauli“, wie er sich ab und zu selbst bezeichnet, befinden sich im Kanzleramt und im Haus der Geschichte. Seine „Likörelle“ – Malereien, eingefärbt mit alkoholischen Getränken – sind ebenso skurril wie der Ejakulator, wo mithilfe eines Schlagzeugs die Leinwand vollgespritzt wird.

 

2000 bis 2009

Musikalisch machte Lindenberg 2002 mit seiner Revue Atlantic Affairs wieder auf sich aufmerksam. Er interpretierte Lieder von deutschen Exilanten aus den 20er, 30er und 40er Jahren. Auf dem Album gastierte neben Yvonne Catterfeld und den Prinzen auch Helge Schneider mit einem Saxofonsolo. Der dazugehörige Film (mit Horst Buchholz) lief in der ARD und die Show (mit Otto Sander und Ben Becker) führte die Band für zwei Konzerte bis nach China. Das Album Panikpräsident aus dem Jahr 2003 enthielt Neuaufnahmen alter Songs, eingespielt vom Panikorchester in aktueller Besetzung, und dabei Duette mit Peter Maffay und Nena (auf Horizont). 2004 ging Udo Lindenberg mit dem Album im Gepäck und, aus Anlass seines 30-jährigen Bühnenjubiläums zusammen mit Nina Hagen, Peter Maffay und Eric Burdon, der bereits 1978/79 als Gast dabei war, unter anderem unter dem Motto „Aufmarsch der Giganten“ auf Tournee. Die Konzert-Reise, die bspw. auch am Tag der Deutschen Einheit in Magdeburg Station machte, folgte seinem musikalischen Werdegang chronologisch und wurde auf DVD verewigt. 2004 erschien ebenfalls die Autobiografie, in der unter anderem enthüllt wird, warum Lindenberg seit Anfang der 80er seinen Hut als Markenzeichen trägt und kultiviert, und dass Nena eine seiner zahlreichen Lieben war (was in seiner ersten Biografie El Panico nicht zu erfahren war).

Das Buch wurde als Hörbuch vertont von Ben Becker. RTL (Absolut) widmete Lindenberg eine eigene Show, in der er unter anderem mit Yvonne Catterfeld auf der Bühne stand. Zum 60. Geburtstag im Jahr 2006 und nach dem Erscheinen weiterer Best-Ofs (Damenwahl mit einer Auswahl zum Teil unveröffentlichter Duette mit Kolleginnen) erhielt er Ende des Jahres die Eins Live Krone für sein Lebenswerk und duettierte sich mit Silbermond, Max Herre und Jan Delay. Letzteren unterstützte Lindenberg auf seinem Album Mercedes Dance im Lied Im Arsch, das ihm auf den Leib geschrieben ist und dem „alten“ Lindenberg näher kommt als vieles andere der letzten Jahre (Pimmelkopp, Angela, das merkel ich mir). Im dazugehörigen Video durfte Lindenberg den Paten geben und an eine Zeit erinnern, in der der Mann mit Hut noch nicht die gerne genommene Zielscheibe für Kabarettisten war.

2006 wurde Lindenberg damit beauftragt, die Künstler-Ausgabe der Jubiläums-Edition von „Meyers Großem Taschenlexikon“ zu gestalten und den Einband aller 24 Bände (zuzüglich einem Band mit der Lexikon-DVD) zu illustrieren. Jeder einzelne Band zeigt ein anderes Motiv auf dem Buchumschlag, zudem ergeben alle Buchrücken zusammen ein Gesamtkunstwerk. Udo Lindenberg über diese Arbeit: „Die Menschenfamilie ist ein Panoptikum bunter und skurriler Zeitgenossen. Farbenfroh, detailreich und voller neuer Perspektiven.“

2007 spielte Lindenberg in dem Musikvideo Vom selben Stern von Ich + Ich mit.

Das Album Stark wie Zwei erschien am 28. März 2008 bei Warner Music / Starwatch Music. Es war das erste reguläre Studioalbum von Lindenberg seit dem Jahr 2000. Als erste Single-Auskopplung wurde der Titel Wenn Du durchhängst am 22. März vorab veröffentlicht. Auf dem Album arbeitet Lindenberg unter anderem mit den Künstlern Annette Humpe, Jan Delay, Silbermond, Till Brönner und Helge Schneider zusammen. Produzent ist Andreas Herbig. Sowohl die Fans als auch Kritiker zeigten sich begeistert. Das Album stieg direkt nach Erscheinen auf Platz 1 der Media-Control-Charts ein und wurde das erste Album von Udo Lindenberg, das diese Position erreichte. Auch Lindenberg selbst zeigte sich immer wieder in Interviews sehr überrascht über das herausragende Echo auf sein Album.[9] Insgesamt erreichte das Album Doppelplatin und es wurden bisher rund 630.000 Alben verkauft.

Seit 2009 vermarktet die Schwarzwälder Brennerei Weisenbach in Abstimmung mit Udo Lindenberg verschiedene Edelliköre als „Leckerelle“ in einer schlanken, schwarzen Flasche mit Likörellen als Etiketten und einem schwarzen Hut als Verschlussaufsatz.[10] Vom Verkaufserlös gehen zwei Euro je Flasche an die Udo-Lindenberg-Stiftung.

 

2010 bis heute

Am 1. Juli 2010 gab das Bundesministerium der Finanzen zwei von Udo Lindenberg gestaltete Sondermarken heraus: die im Rahmen der Serie „Aktuelles“ erscheinenden Motive zu 45 und 55 Eurocent „Andrea Doria“ und „Sonderzug nach Pankow“. Auf beiden Marken hat Lindenberg auch sich selbst karikaturistisch dargestellt. Das Honorar für die Gestaltung spendet Lindenberg für die Udo-Lindenberg-Stiftung.[11] Angelehnt an die Gestaltung der Sondermarken vermarktet die Deutsche Post als sogenannte Premium Kartonage zwei Packsets der Größen S („Sonderzug nach Pankow“) und M („Andrea Doria“), die Lindenbergs Lebensgefährtin Tine Acke grafisch mitgestaltete.

Am 13. Januar 2011 hatte das Musical Hinterm Horizont mit Liedern Lindenbergs in Berlin im Theater am Potsdamer Platz Premiere.Der Handlung liegt die Liebesgeschichte zwischen ihm und dem besungenen „Mädchen aus Ostberlin“ zugrunde.

Am 3. Juni 2011 absolvierte Udo Lindenberg zudem im Hamburger Kampnagel ein über dreistündiges MTV-unplugged-Konzert. Das entsprechende Album MTV Unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic wurde bereits nach drei Monaten mit fünffach Gold ausgezeichnet für 500.000 verkaufte CDs, später mit dreifach Platin für 600.000 verkaufte CDs. [14] Mittlerweile wurde es über eine Million mal verkauft.[15]

In der Wetten, dass..?-Sendung vom 5. November 2011 trat er zusammen mit Clueso auf und sang eine umgeschriebene Version des Songs Mein Ding zu Ehren von Thomas Gottschalk.

Auf Jagdschloss Augustusburg bei Chemnitz ist vom 18. August bis 11. November 2012 die von Lindenbergs Freund und Kurator Manfred Besser gestaltete Ausstellung „Udo. Die Ausstellung“ zu sehen. Sie ist dem Gesamtwerk des Musikers und Künstlers Udo Lindenberg gewidmet und zeigt in 14 Räumen mehr als 500 lindianische Exponate. Zuvor war die Ausstellung auf Schloss Neuhardenberg und im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zu Gast.

Liedtexte

Lindenbergs Texte umfassen ein breites Spektrum. Die Lieder handeln sowohl von gesellschaftlichen als auch privaten und zwischenmenschlichen Themen. Dabei bedient er sich einer metaphernreichen Sprache und versteht es, Geschichten mit treffenden Worten zu erzählen. Der Autor Benjamin von Stuckrad-Barre bezeichnete Lindenberg als größten deutschen Nachkriegslyriker und initiierte seine Platte, auf der Prominente wie Bryan Adams und Elke Heidenreich Lindenberg-Texte vorlesen (Poesiealbum, 2004).

Wolfgang Müller von der Artpunkband Die Tödliche Doris sagte: „Lindenbergs erste beiden Platten gehören zum Besten, das je in der deutschen Sprache getextet wurde.“ Rio Reiser äußerte sich hingegen wie folgt: „Was ich von Anfang an nie mochte, war diese sogenannte Szenensprache, die teilweise sowas von blöde ist, die auch kein Mensch spricht – Gott sei Dank. Das soll irgendwie proletarisch sein, so locker – mein Gott, strengt der Mensch sich an, locker zu sein.“

Lindenberg setzt sich seit Ende der 1960er Jahre mit den politischen Themen seiner Zeit auseinander. Viele seiner Lieder, wie Wozu sind Kriege da, sind Ausdruck seiner pazifistischen Weltsicht. Er bezog zu Beginn der 1980er Jahre Stellung gegen die Stationierung von Pershing-II-Mittelstreckenatomraketen in der Bundesrepublik sowie SS-20-Raketen in der DDR und äußerte sich dementsprechend sowohl bei dem Konzert Rock für den Frieden in der DDR als auch bei Auftritten auf Friedensdemonstrationen in West-Deutschland.

Er kritisiert die Umweltzerstörung im Stück Grande Finale sowie soziale Missstände und wirtschaftliches Ungleichgewicht zwischen Nord und Süd in dem Lied Kleiner Junge. Mit dem Lied Lady Whisky beschreibt er seine eigenen Alkoholprobleme musikalisch. In Mit dem Sakko nach Monaco deutet er seinen eigenen Alkoholismus an („Ich fiel direkt vom Himmel auf ein Doppelkornfeld“, als Metapher für seine Geburt), und er thematisiert Drogen als Problem (Riskante Spiele). Gleichzeitig weist Udo Lindenberg aber auch auf die belebende Wirkung von Substanzen von legalen und illegalen Rauschmitteln hin.

So heißt es beispielsweise in dem Song Nasses Gold aus dem Jahr 2008: „So manche hohe Wissenschaft, Symphonien und höhere Sphären/ Wären nicht entstanden, wenn die Kollegen immer nur nüchtern geblieben wären.“ Liebe und Beziehung sind ein weiteres Thema, das in seinen Texten viel Raum einnimmt, wie in Sie liebten sich gigantisch und Cello. Gleichzeitig übt der Sänger Kritik an dem digitalen Zeitalter, in dem jedes menschliche Gefühl von rationalen Profitgedanken geprägt sei, wie in dem Lied Der Deal, das er zusammen mit Stefanie Kloß, der Sängerin von Silbermond, aufgenommen hat.

 

Begleitmusiker

Das Panikorchester ist die Band von Udo Lindenberg und als solche der „harte Kern“ neben vielen anderen Künstlern, die zeitweise an den Auftritten und Produktionen beteiligt waren und sind. Als Gründungstag wird der 13. August 1973 angegeben, als in Emsdetten das erste Konzert mit der Band stattfand. Seitdem hat das Panikorchester allerdings immer wieder personelle Veränderungen erlebt. Von den ursprünglichen Gründungsmitgliedern (Steffi Stephan – Bass, Gottfried Böttger – Klavier, Peter „Backi“ Backhausen – Schlagzeug, Karl Allaut – Gitarre, Judith Hodosi – Saxophon) ist heute nur noch Steffi Stephan dabei. Bereits in den ersten anderthalb Jahren stiegen erst Hodosi und wenig später Backhausen und Allaut aus.

Als Nachfolger kamen Olaf Kübler sowie die beiden Gitarristen Helmuth Franke und Thomas Kretschmer, die schon vor 1973 als Studiomusiker an Lindenbergs Platten beteiligt gewesen waren. Nach weiteren Um- und Neubesetzungen (u. a. Keith Forsey – Schlagzeug, Roger Hook – Gitarre) stießen 1976 Jean-Jacques Kravetz (Klavier, seit 1973 mit im Studio) und Bertram Engel (Schlagzeug) dazu, die noch heute mit Udo aktiv sind. Im gleichen Jahr kam auch Gitarrist Paul Vincent (bis 1979 – komponierte die Titelmelodie zu Auf Achse) dazu und Gottfried Böttger verließ endgültig die Band. In den 1980er Jahren entwickelte sich das Panikorchester mit dem Eintritt von Hannes Bauer (Gitarre, dabei seit der „Heizer“-Tour 1980), Hendrik Schaper (Keyboards, dabei seit der „Odyssee“-Tour 1983) und Carl Carlton (Gitarre, seit 1986) schließlich zu der heute noch (bzw. wieder) bestehenden Besetzung.

Die Studio-LPs aus der Zeit haben zwar meistens das Panikorchester im Untertitel, eingespielt wurden die Alben jedoch zum großen Teil von einer ganzen Reihe (wechselnder) Studiomusiker. Spätestens seit der Odyssee (1983) begann Lindenberg mit verschiedenen Sounds zu experimentieren. Die LPs wurden poppiger und elektroniklastiger. Drumcomputer und Synthesizer ersetzten herkömmliche Instrumente. Live rockte dann allerdings auf den opulenten Touren (u. a. auch in der UdSSR) das von Lindenberg so titulierte „Orchester Gnadenlos“ – Ausnahme: beim Anti-WAAhnsinns-Festival 1986 musste BAP als Panikorchester herhalten. Zum Bruch kam es nach der 1988er Feuerland-Revue. Das Album Radio Eriwahn war das letzte Album in den 1980er Jahren, auf dem das Panikorchester namentlich erwähnt wurde.

Lindenberg widmete sich (zusammen mit den Produzenten Horst Königstein und Hans Peter und Ernst Ströer) Pfaden abseits des Rock’n’Roll (zu hören auf Hermine, Phönix und CasaNova). Gründungsmitglied Steffi Stephan stieg vorläufig aus, um sich seinem Jovel-Club in Münster zu widmen. Engel, Carlton und Kravetz spielten weiterhin in der Band bei Peter Maffay. Die beiden erstgenannten waren außerdem noch mit Wolfgang Niedecken (als Leopardenfell-Band) und bei Stephan RemmlersVamos“-Tour und mit ihrer eigenen Band New Legend aktiv. 1988 traten bei der „Feuerland-Revue“ die damals 12 und 14 Jahre alten „Paniksöhne“ Kieran und Lukas Hilbert, Bekannte und Mitmusiker von Pascal Kravetz, als Gäste auf. Um die „Paniksöhne“ an Gitarre und Bass und Hendrik Schaper formierte sich Anfang 1990 für die erste Tournee durch Ostdeutschland eine (fast) komplett neue Besetzung: Es spielten Jean Autret (Schlagzeug), Frank Oberpichler (Klavier) und noch einmal „Veteran“ Karl Allaut (Gitarre) extrem dreckigen Rock’n’Roll (zu hören auf Live in Leipzig).

In den Folgejahren gab es weitere Umbesetzungen (u. a. mit Curt Cress am Schlagzeug). 1996 fand die „alte“ Band (also die Besetzung aus den 80er Jahren) wieder zusammen und tourte durch zehn deutsche Städte. Bei dieser Kernbesetzung blieb es bis heute. Während der folgenden Tourneen wurde sie von Orchesterbegleitung und verschiedenen Gastmusikern unterstützt. Die meisten Plattenproduktionen erfolgten weiter ohne die Band oder mit überwiegend anderer Besetzung (Und ewig rauscht die Linde 1996 mit Musikern aus dem Umfeld von Franz Plasas Home-Studio in Hamburg), wobei die eigentlichen Bandmitglieder häufig als (Co-)Produzenten und/oder Komponisten beteiligt sind (Der Exzessor 2000).

Seit 2000 ersetzt Jörg Sander – bekannt als Studiomusiker (Tokio Hotel, Kim Wilde, Mel C, Melissa Etheridge u.v. a.) – zeitweilig Carl Carlton an der Gitarre. 2004 wurde Jörg Sander festes Mitglied und ersetzt Carl Carlton vollzeitlich. Auf der aktuellen CD Stark wie zwei ist Sander auch als Co-Autor dabei (Mein Ding, Der Deal). Die Mitglieder des aktuellen Panikorchesters sind auf der DVD Stark wie zwei von 2008 zu sehen.

Aktuelle Besetzung:

 

Wesentliche frühere Bandmitglieder und Studiomusiker:

Live Studio
Helmut Franke Gitarre ? 1971–1976
Peter Herbolzheimer Posaune 1978, 1988 1972–1979, 1983
Thomas (Carola) Kretschmer Gitarre 1974–1980, 2004 1972–1980, 2007
Roger Hook Gitarre, Mandoline 1975 1972, 76
Peter „Backi“ Backhausen Schlagzeug 1973–? 1974
Gottfried Böttger Klavier, Celesta 1973–? 1973–1976
Peter Hesslein Gitarre 1973–1976, 1981–1984
Lorenz „Lonzo“ Westphal Violine  ? 1973–1977
Karl Allaut Gitarre 1973–1974, 1990 (–92 ?) 1973–1974, 83, 85, 89–90
Keith Forsey Percussion 1975 1974–1976
Johnny Müller Chromonika, Schalmei ? 1974–1978
Olaf Kübler Saxophon 1974 (?), 1983–1985 1974, 76, 1983–1985
Dieter Ahrendt Schlagzeug 1974–1976, 1980, 85
Wolfgang „Bolle“ Burmeister Sax, Klarinette 1974, 76, 81, 96
Rale Oberpichler Gesang ? 1975–1978, 81
Paul Vincent Gitarre 1976–1979 1976–1979
Freya Wippich Gesang 1976–1983 (mit Unterbrechungen)
Curt Cress Schlagzeug 1994 1976–1979, 89, 93
Dave King Bassgitarre, Keyboard 1976–1986, 2002
Kristian Schultze Keyboard, Piano 1976–1978, 1982–1984, 86, 2002
Gebhard Gloning Saxophon 1978–1981 1978–1979
Nippy Noya Percussion 1978–1981 1978, 81, 91
Uwe Wegner Keyboard, Klavier 1979, 85, 88, 91
Thomas Digi Schlagzeug 1980–1982
George Lynch Gitarre 1982
Mick Brown Drums 1982
Frank Loef Saxophon 1986–1988
Moritz Eckert Trompete 1986–1987, 1995
Hans Peter Ströer Keyboard, Bass, Gitarre, Akkordeon, Banjo 1986–1998
Ernst Ströer Percussion 1986–1998
Kieran Hilbert Gitarre 1988–1994 1989–1992
Lukas Hilbert Bassgitarre 1988–1994 1989–1995
Jean Autret Schlagzeug 1990 (–92 ?) 1989
Frank Oberpichler Keyboard, Klavier, Hammond-Orgel 1990 (– 92 ?) 1992
Günter Haas Gitarre 1991–1993

Neben den Musikern waren bzw. sind eine Vielzahl weiterer Akteure, Darsteller und Stargäste an den Platten und Liveauftritten beteiligt:

  • Orchester
Peter Herbolzheimer (1975/76, 1988), Münchner Philharmoniker (1987), Deutsches Filmorchester Babelsberg (1997, 2000)
  • Stargäste (live)
1970er: Jutta Weinhold, Romy Haag, Eric Burdon, Ingeburg Thomsen, Ulla Meinecke, Otto Waalkes
1980er: Helen Schneider, Inga Rumpf, Gianna Nannini, Dalbello, Alla Pugatschowa, Eric Burdon
1990er: Ina Morgan, Die Prinzen, Sezen Aksu, Katja Keller, Nina Hagen, Ben Becker, Otto Waalkes, Esther Ofarim
seit 2000: Nina Hagen, Helge Schneider, Peter Maffay, Ben Becker, Otto Sander, Otto Waalkes, Tim Fischer, Dorkas Kiefer, Yvonne Catterfeld, Nathalie Dorra, Ellen ten Damme, Jan Delay
  • Bühnenakteure (überwiegend 1970er Jahre):
Renate Dahlke („Elli Pyrelli“), Peter Arff („Rudi Ratlos“, Violine), Thomas Scholz („Felix“), Ralph Hermann (Vampir), Jack Ford (Pantomime), Otto Wanz (Catcher), Klaus Kauroff (Catcher), Eddy Kante (Bodyguard), Arno Köster (Barkeeper und Lokomotive), Berliner Panikgemeinde (Lindenberg-Doubles)

Persönlichkeit

Udo Lindenberg ist ein politisch aktiver Mensch. Er bekennt sich zur Sozialdemokratie und trat schon auf einer Geburtstagsfeier des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder auf. Er engagierte sich für die Afrikahilfe bei seiner Mitwirkung beim deutschen Beitrag Nackt im Wind für das Projekt Live Aid sowie mit dem Benefiz-Song für Afrika Grüne Mauer. Immer wieder ist er an Projekten gegen den Neonazismus beteiligt und gründete 2000 sein Projekt Rock gegen Rechte Gewalt.

Am 10. Dezember 2006 gründete er die Udo-Lindenberg-Stiftung, um sich kulturpolitisch zu engagieren, humanitäre und soziale Projekte zu unterstützen, und Hermann Hesses Dichtkunst mit moderner Musik zu verbinden. Die Stiftung fördert Nachwuchsbands mit deutschen Texten durch Wettbewerbe und richtet das Hermann-Hesse-Festival aus.

Er wohnt im Hamburger Hotel Atlantic Kempinski. 1989 erlitt Lindenberg einen Herzinfarkt. Oft hat er mit Kolleginnen und Kollegen gemeinsame Projekte gestaltet, so mit Ulla Meinecke, Die Prinzen, Nena, Zeus B. Held (ex Birthcontrol) oder Freundeskreis, Lukas Hilbert, Mellow Mark, Jan Delay, aber auch mit ausländischen Kolleginnen wie Alla Pugatschowa (Russland), oder Sezen Aksu (Türkei). Er trat mit internationalen Künstlern wie Eric Burdon, Helen Schneider, David Bowie und Gianna Nannini auf. Zudem ist er ein großer Bewunderer der Band Rammstein und des Jazztrompeters Miles Davis.

Lindenberg ist seit Ende der 1990er mit der Fotografin Tine Acke (* 1. Januar 1977 in Hamburg) liiert.

 

Auszeichnungen

Der Vorplatz des Gronauer Rock’n’Pop-Museums wurde nach Udo Lindenberg benannt (Udo-Lindenberg-Platz). Außerdem erhielt Udo Lindenberg einen eigenen Stern („Walk of Fame“), eingelassen im Gehweg der Hamburger Reeperbahn vor dem (ehemaligen) Café Keese. Am 3. März 2007 wurde unter großer Anteilnahme von Bürgern, Presse, Fans und Freunden eine zu Ehren der „Rocklegende“ von der „Berliner Panikgemeinde“ gestiftete und an seinem Geburtshaus angebrachte „26-Karat-Goldplatte“ (O-Ton Lindenberg) feierlich durch den Künstler enthüllt.

 

hier eines seiner geilsten lieder aus dem unplugged

Dieser Bericht basiert auf dem Artikel “Udo_Lindenberg”
aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Sarah Ann McLachlan

McLachlan wurde im Kindesalter adoptiert. Im Alter von 17 Jahren spielte sie mit der New-Wave-Band October Game. Im Jahr 1988 unterschrieb sie einen Plattenvertrag mit dem Independentlabel Nettwerk. Danach zog sie nach Vancouver, wo sie ihre erste Platte, Touch, aufnahm. Ihr folgendes Album Solace brachte ihr 1991 den kommerziellen Durchbruch in ihrer kanadischen Heimat.
Im Laufe ihrer Karriere hat Sarah McLachlan über 25 Millionen Alben verkauft und drei Grammys gewonnen. Sie ist die Initiatorin von Lilith Fair, einem wandernden Musikfestival, das in den Jahren 1997 bis 1999 in Kanada und den USA insgesamt über 100 Konzerte gab, bei denen ausschließlich weibliche Künstler (neben McLachlan unter anderem Meredith Brooks, Sheryl Crow, Emmylou Harris, Dar Williams oder Suzanne Vega) auf der Bühne standen. Ein Teil der Einnahmen (insgesamt über $500.000) wurde für Frauenprojekte vor Ort gestiftet. Ihren größten Auftritt mit mehr als einer Milliarde Zuschauern in aller Welt hatte sie während der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele am 12. Februar 2010 im BC Place Stadium in Vancouver. Dabei sang sie ihren Song „Ordinary Miracle“.
McLachlan war von 1997 bis 2008 mit dem Drummer Ashwin Sood verheiratet, mit dem sie zwei Töchter (geboren 2002 und 2007) hat.
Am 15. Juni 2011 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Simon Fraser University verliehen.

Alben
Jahr Titel US UK DE AT CH Auszeichnungen[2]
1988 Touch 132 − − − − CA: Platin, US: Gold
1991 Solace 167 − − − − CA: 2-fach-Platin, US: Gold
1993 Fumbling Towards Ecstasy 50 − − − − CA: 5-fach-Platin, US: 3-fach-Platin
1994 The Freedom Sessions (Live-Album) 78 − − − − CA: Platin, US: Gold
1996 Rarities, B-Sides and Other Stuff (Kompilation) − − − − − CA: 3-fach-Platin
1997 Surfacing 2 47 − − − CA: Diamant, US: 8-fach-Platin
1999 Mirrorball (Live-Album) 3 − − − − CA: 5-fach-Platin, US: 3-fach-Platin
2003 Afterglow 2 33 25 72 19 CA: 5-fach-Platin, US: 2-fach-Platin, UK: Gold
2003 Remixed (Remix-Album) 200 − − − − CA: Platin
2004 Afterglow Live (Live-Album) 107 − − − − CA: Gold
2005 Bloom: Remix Album 76 − − − −
2006 Wintersong 7 − − − − CA: 2-fach-Platin, US: Platin
2008 Rarities, B-Sides and Other Stuff 2 (Kompilation) 4 − − − − CA: Gold
2008 Closer: The Best of Sarah McLachlan 11 − − − − CA: Platin
2010 Laws of Illusion 3 76 80 − 49

Weitere Alben und EPs
1992: Live EP
1999: Mirrorball (Live-Video, CA: 4-fach-Platin, US: Platin)
2004: Live Acoustic EP
2004: Afterglow Live (Video, US: 2-fach-Platin)
2006: Mirrorball: The Complete Concert (Doppel-CD)
2007: Influences („Einflüsse“: zehn von ihr ausgewählte Songs anderer Interpreten)
2009: Mt Eden Dubstep-Sarah McLachlan : Silence
Singles [Bearbeiten]
Jahr Titel US UK DE AT CH Album
1988 Vox − − − − − Touch
1989 Steaming − − − − −
1990 Ben’s Song 1 − − − − −
1991 The Path of Thorns (Terms) − − − − − Solace
1991 Into the Fire − − − − −
1992 Drawn to the Rhythm − − − − −
1992 Vox (Re-release) − − − − − Touch
1993 Possession 73 − − − − Fumbling Towards Ecstasy
1994 Hold On − − − − −
1994 Fumbling Towards Ecstasy 2 − − − − −
1994 Good Enough 77 − − − −
1995 I Will Remember You 65 − − − − The Brothers McMullen (Soundtrack)
1997 Building a Mystery 13 − − − − Surfacing
1998 Sweet Surrender 28 − − − −
1998 Adia 3 18 96 − −
1998 Angel 4 − 57* 17 17
1999 I Will Remember You (Live) 14 − − − − Mirrorball
1999 Possession (Live) 2 − − − − −
1999 Ice Cream (Live) 2 − − − − −
2000 Silence (Remixes) (Delerium feat. Sarah McLachlan) − 3 16 56 100 Karma (Delerium)
2000 I Love You (Remix) 3 − − − − − Sarah McLachlan Remixed
2001 Sweet Surrender (Club Remixes) − − − − −
2001 Sarah McLachlan Remixed (Selections) − − − − −
2001 Angel (Remix) − − − − −
2002 Don’t Let Go (Bryan Adams & Sarah McLachlan) − − − − − Spirit: Stallion of the Cimarron (Soundtrack)
2003 Fallen 41 50 − − − Afterglow
2003 God Rest Ye Merry Gentlemen (Barenaked Ladies & Sarah McLachlan) − − − − − Barenaked for Christmas (Barenaked Ladies)
2004 Stupid − − − − − Afterglow
2004 World on Fire − 72 − − −
2004 Push (Live) − − − − − Afterglow (Live)
2004 Live Acoustic EP − − − − −
2004 Silence 2004 (Delerium feat. Sarah McLachlan) − 38 − − − The Best of Delerium (Delerium)
2006 River 71 − − − − Wintersong
2006 Ordinary Miracle − − − − − Charlotte’s Web (Soundtrack)
2007 Sing − − − − − Wintersong
2008 U Want Me 2 − − − − − Closer
2009 Don’t Give Up on Us − − − − −
2009 One Dream − − − − − Laws of Illusion
2010 Loving You Is Easy − − − − −
2010 Forgiveness − − − − −

Dieser Bericht basiert auf dem Artikel “Sarah_McLachlan”
aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Robin Gibb ist tot

Sie waren die erfolgreichste Familienband aller Zeiten – die Bee Gees. Jetzt ist Robin Gibb, der ehemalige Leadsänger der Gruppe, im Alter von 62 Jahren in einer Londoner Privatklinik an Leberkrebs gestorben.

Es ist passend und traurig zugleich, dass das letzte Werk von Robin Gibb ein Requiem war, für das er gemeinsam mit Sohn Robin-John Gibb die Musik geschrieben hatte. Zu Ehren der Opfer des Titanic-Untergangs war es vor kurzem in London aufgeführt worden. Den Song “Don’t cry alone” wollte er zur Premiere selbst singen. Doch Robin Gibb war schon zu krank, zu sehr geschwächt vom Krebs. Bei dem Abend in der Westminster Central Hall blieb sein Stuhl leer.

Jetzt ist der ehemalige Sänger der legendären Band Bee Gees am Sonntag im Alter von 62 Jahren in einer Privatklinik im Londoner Stadtteil Chelsea gestorben, wie seine Familie mitteilte. Seine Söhne Robin-John und Spencer, Tochter Melissa und Ehefrau Dwina waren laut Berichten der Tageszeitung The Sun am Krankenbett.

Der Musiker litt seit anderthalb Jahren an Leberkrebs. Mehrere Geschwüre waren ihm bereits in Operationen entfernt worden. Noch im Februar hatte der britische Sänger erklärt, er habe sich von der Krankheit wieder erholt und damit Hoffnungen auf eine Heilung geweckt. Zuletzt hatte sich sein Zustand jedoch wieder deutlich verschlechtert. Im April fiel Gibb nach einer Lungenentzündung ins Koma, aus dem er jedoch wieder erwachte

Gibbs Karriere hatte Anfang der sechziger Jahre begonnen. Mehr als 200 Millionen Platten haben die Bee Gees bis heute verkauft. Mit Hits wie “Stayin’ Alive”, “How Deep is Your Love” oder mit dem berühmten Soundtrack zum Film Saturday Night Fever mit John Travolta gingen die drei Brüder Maurice, Robin und Barry Gibb sogar als “erfolgreichste Familienband der Welt” ins Guiness Buch der Rekorde ein.

Robins Zwillingsbruder Maurice war 2003 an einem Darmverschluss gestorben – mit nur 53 Jahren. Das war auch das Ende der Bee Gees – Maurice und Barry führten die Band nach dem Tod ihres Bruders nicht weiter, arbeiten beide jedoch an Soloprojekten. Auf seiner Website hatte Gibb kürzlich angekündigt, mehr klassische Musik komponieren zu wollen und noch in diesem Jahr auch wieder mit seinem 65-jährigen Bruder Barry Popmusik zu schreiben.

Dieser Bericht basiert auf dem Artikel “Robin Gibb ist tot”
aus der Sueddeutsche.de

Asia-Music

www.asia-music.com

 

www.asia-music.com

www.asia-music.com

asia-music Asien Musik ตั๊กแตน อย่าทำอย่างนี้กับคนที่เธอไม่รัก เอิร์น เดอะสตาร์ Asia Bích Phương Idol Beautiful Chinese Music Beautiful Chinese Music Traditional Chinese Musik Chonrada Jeb Keb Khon Kum Love Lovesong Luek Music Musik Tai Oratai Takatan Takatan Cholada Takatan Chonlad Takatan Chonrada. Thai Thailand Traditional Wa Wai yark pen kon luk mai yark pen suo

Klassik/Classic

classical-musical.com

Klassik/Classic
Klassik, Classic, klassische Musik, classical musical, Andrea Bocelli Ave Maria Bach by Mascagni in 1998 concert 1994 Concerto D Double For Violin Franz Schubert in Johann Largo Last Performance Lucianao minor movement Nessun Dorma Paul Potts Pavarotti Schubert Sebastian sings Three Tenors Tuscany Violin

Whitney Houston ist tot – Pop-Diva mit 48 Jahren gestorben

Whitney Houston ist tot
Pop-Diva mit 48 Jahren gestorben – Todesursache noch unklar

Mit ihrer Stimme hat sie ganze Stadien erzittern lassen, sie war die Queen of Pop, eine Legende – nun ist die Pop-Diva Whitney Houston im Alter von 48 Jahren gestorben. Sie wurde tot in einem Hotel aufgefunden, die Todesursache ist noch unbekannt

Nach Angaben eines Polizeisprechers starb die Soul- und Pop-Sängerin am Samstagnachmittag in einem Hotel im kalifornischen Beverly Hills aus zunächst ungeklärter Ursache. Medienberichten zufolge wollte sie am Abend in demselben Hotel bei einem Grammy-Dinner auftreten.

Keine Hinweise auf Verbrechen
Der Tod der mehrfachen Grammy-Preisträgerin sei um 15.55 Uhr (Ortszeit) festgestellt worden, teilte Polizeisprecher Mark Rosen mit. Nach Informationen des Senders CNN hatte Houstons Freund, R&B-Sänger Ray-J, kurz zuvor einen Notruf abgesetzt. Als die Polizei in dem Hotelzimmer im vierten Stock eintraf, lag die Sängerin auf dem Boden. Alle Wiederbelebungsversuche waren vergeblich. Hinweise auf ein Verbrechen gebe es nicht, sagte Polizeisprecher Rosen. “Wir untersuchen noch, aber auf dem ersten Blick weist nichts auf eine kriminelle Absicht hin”.

Die Untersuchungen dauerten am Samstagabend an. Vor dem Beverly Hilton Hotel parkten mehrere Polizeifahrzeuge und ein ambulantes Labor, während Fans und Hotelgäste auf den Fernsehschirmen in der Halle die Sendungen zu Houstons Tod verfolgten. Trotz der Tragödie wenige Stockwerke höher fand das von dem Plattenproduzenten Clive Davis organisierte Dinner statt, auf dem laut “People Magazine” ein Auftritt Houstons geplant war.

Tribut bei Grammy-Verleihung
Die Organisatoren der Grammy-Verleihung am Sonntagabend planten unterdessen einen Tribut für die verstorbene Sängerin. Nach Informationen von CNN soll Jennifer Hudson zu Ehren von “The Voice” singen, wie Houston von den Medien auch genannt wurde. Whitney Houston war in den 80er und 90er Jahren zum Superstar geworden. Berühmt wurde sie mit Hits wie “Saving All My Love For You”, “How will I know” und “I Wanna Dance With Somebody”. Weltweit verkaufte sie mehr als 170 Millionen Platten. In den 1990er Jahren spielte sie in mehreren Filmen mit, darunter in “Bodyguard” an der Seite von Hollywoodstar Kevin Costner.

Später machte sie jedoch mehr durch jahrelangen Ehekrach, Drogenprobleme und die Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann, Soulsänger Bobby Brown, von sich reden. Auch ihre Comeback-Tournee im Jahr 2010 sorgte für negative Schlagzeilen: Ihre Fans zeigten sich enttäuscht, weil die einst für ihre gewaltige Stimme gelobte Sängerin immer wieder ins Straucheln geriet; ein Teil ihrer Europa-Tour wurde wegen Krankheit abgesagt. Mehrmals versuchte Houston, von Marihuana und Kokain loszukommen, zuletzt im vergangenen Frühjahr. Hinzu kamen finanzielle Probleme.

“Ihr Tod bricht mir das Herz”
Ihr Tod ließ Fans und Kollegen fassungslos. “Der Tod meiner Freundin bricht mir das Herz”, schrieb Sängerin Mariah Carey über den Kurzbotschaftendienst Twitter. “Wir verloren eine weitere Legende. Wir werden sie vermissen”, twitterte Christina Aguilera. “Keine Worte! Nur Tränen”, lautete Rihannas Botschaft.

Whitney Houston stammt aus einer Musiker-Familie: Ihre Mutter Cissy war ein Gospel-Star, die Sängerin Dionne Warwick ist ihre Cousine. Sie selbst begann in ihrer Jugend als Model, wechselte aber bald endgültig ins Musikfach. Nach einem kometenhaften Aufstieg sorgten Drogensucht und die stürmische Beziehung mit Bobby Brown für ihren Absturz. Zum letzten Mal wurde sie am Donnerstag vor einer Diskothek in Hollywood gesichtet – laut dem Sender ABC wirkte sie vernachlässigt und verwirrt. Houston hat eine Tochter, Bobbi Kristina.

Dieser Bericht basiert auf dem Artikel “Whitney Houston ist tot”
von der Webseite ZDFportal

DJ RUSH – erfolgreicher Techno-DJ und Musikproduzent

DJ Rush (* Januar 1970 in Chicago, eigentlich: Isaiah Major) ist ein erfolgreicher Techno-DJ und Musikproduzent.

In der aufblühenden House-Szene Chicagos fand DJ Rush schnell Gefallen an elektronischer Musik. Seine ersten Auftritte als DJ hatte er in der Music Box, dem Powerhouse, dem Stammheim und dem legendären Warehouse, wo er bis zu 10 Stunden am Stück hinter den Plattentellern stand. Gleichzeitig begann er in seinem Schlafzimmer mit der Produktion eigener Kreationen.

1991 veröffentlichte Rush auf dem Label Trax Records seine erste Single (Knee’ Deep). Seine Produktionen wurden zunehmend minimaler und härter und er begann in London und Berlin Fuß zu fassen. Er kam unter anderem bei Force Inc. Music Works und Djax up Beats unter Vertrag.

1998 gelang DJ Rush mit der Platte Motherfucking Bass der europaweite Durchbruch. 2001 löste er bei den Leserwahlen des Groove-Magazins Jeff Mills als beliebtesten DJ ab.

Rush machte auch zahlreiche Remixe, z.B. für Elektrochemie LK, DJ Bam Bam, Speedy J, DJ Urban, Mario Ranieri, Miss Djax oder Felix Kröcher.

Er gilt als Vorreiter des heutigen Hardtechno, wobei er sich selbst damit nie identifiziert hat. Er nennt seinen Style selbst Hard Energy.

Dieser Bericht basiert auf dem Artikel “DJ RUSH”
aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

SonneMondSterne

Das SonneMondSterne Festival (kurz: SMS) ist eines der größten Open-Air-Festival’s der elektronischen Tanzmusik in Europa, es treten vereinzelt auch Vertreter des Rock und Pop auf. Das Festival findet jährlich am zweiten Augustwochenende in Thüringen an der Bleilochtalsperre bei Saalburg statt.

Das erste SonneMondSterne-Festival fand 1997 mit 2.500 Besuchern statt. 2011 besuchten etwa 35.000 Menschen die dreitägige Veranstaltung.

Als Ableger gab es in den Jahren 2001 und 2002 das Wintercamp, das eine Veranstaltungsreihe im Monat Februar war, um die Zeit bis zum nächsten SonneMondSterne-Festival zu überbrücken. Aufgrund des großen Besucherandrangs zog das Wintercamp im April 2003 auf den alten Militärflugplatz nach Allstedt um und nannte sich fortan SonneMondSterne präsentiert Camp Music. 2004 fand das letzte Camp Music statt.

Aufbau des Festivalgeländes
er Aufbau ist seit 2004 nahezu unverändert. Abgesehen von speziellen Gegebenheiten und Anlässen besteht das Gelände aus:

Hauptbühne (Mainstage)
große Freiluftbühne
Hauptzelt (Maincircus)
Zirkuszelt in der Größe und Form einer Halle
zweite Bühne (2ndStage)
zweite Freiluftbühne
4 Zirkuszelte (Clubtent)
Zirkuszelte in denen sich Szeneklubs und Label präsentieren
Partyboot (Freshboat)
das für SMS speziell dekorierte Fahrgastschiff MS Gera

Catering
Bars, Restaurants (in Form von Bierzelten) und diverse Verpflegungsstände
Marktplatz
für Merchandising/Verkaufstände
Sportplatz
für Wettkämpfe am Nachmittag, z.B. Fußball, Volleyball (Dry Cup Area)

Außerhalb des Festivalgeländes stehen mehrere Hektar Campingplatz, Wasch- und Duschplätze, sowie Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der Campingplatz ist je nach Abstand zum Festivalgelände in laut und leise unterteilt.

Headliner – SonneMondSterne (Auswahl)
2005
Sven Väth, Tiësto, Richie Hawtin, Ricardo Villalobos, The Prodigy, WestBam, Dave Clarke, Die Fantastischen Vier, Deichkind, Röyksopp, Akustikrausch, Ellen Allien, Northern Lite, DJ Rush, Alter Ego, Timo Maas, DJ Koze

2006
Kraftwerk, Basement Jaxx, Audio Bullys, Westbam und Band, Annie, Deichkind, Rex the Dog, Johannes Heil, Tobi Neumann, Scissor Sisters, Der Dritte Raum, Sven Väth, Paul van Dyk, Turntablerocker, Chris Liebing, DJ Hell, DJ Koze, Moguai, Carl Craig, Ricardo Villalobos, Moonbootica, James Zabiela, Toni Rios, Pascal FEOS, Frank Lorber

2007
Faithless, Die Fantastischen Vier, Paul van Dyk, Miss Kittin, Moonbootica, DJ Rush, Dave Clarke, DJ Karotte, Tobi Neumann, Johannes Heil, Ricardo Villalobos, James Holden, New Young Pony Club, Northern Lite, 2raumwohnung & Band, The Chemical Brothers, Sven Väth, Polarkreis 18, Laurent Garnier, Ellen Allien, Der Dritte Raum, Frank Lorber

2008
Massive Attack, Moby, Fettes Brot, Sven Väth, Magda, Richie Hawtin, Troy Pierce, Heartthrob, Extrawelt, MIA., Deichkind, Digitalism, Simian Mobile Disco, Northern Lite, Zoot Woman, DJ Koze, Boys Noize, Alter Ego, Lexy & K-Paul, Moonbootica, Felix Kröcher, Dubfire, Tiefschwarz, Karotte, Wighnomy Brothers, Moguai, Tobias Lützenkirchen, Tobi Neumann

2009
Peter Fox, The Prodigy, Mr. Oizo, Deichkind, Laurent Garnier, MIA., Sven Väth, Northern Lite, Lexy & K-Paul, Turntablerocker, Polarkreis 18, Chapeau Claque, Fatboy Slim, Richie Hawtin, Carl Cox, Tiefschwarz, Felix Kröcher, Moguai, Dapayk & Padberg, Boris Dlugosch

2010
Die Fantastischen Vier, Underworld, Faithless, David Guetta, Richie Hawtin aka Plastikman, Sven Väth, Jan Delay & Disko No.1, Lexy & K-Paul, Miss Kittin, Kruder und Dorfmeister, Moguai, Ellen Allien, Tiefschwarz, Felix Kröcher, Dapayk & Eva Padberg, Boris Dlugosch, Boys Noize, Martin Anacker

2011
The Chemical Brothers, Swedish House Mafia, Moby, Clueso and Disco-Stress, Deichkind, Mr. Oizo, The Bloody Beetroots Death Crew 77, Laserkraft 3D, Carl Cox, DJ Koze, DJ Rush, Dominik Eulberg, Erol Alkan, Gregor Tresher, Moonbootica, Oliver Koletzki feat. Fran, The Disco Boys, Chris Liebing, Ellen Allien, Bonaparte

Headliner – WinterCamp/Camp Music (Auswahl)
2001
Westbam, Northern Lite, Zombie Nation, Steve Bug

2002
Northern Lite, Uroš Umek, DJ Rush, Mathias Schaffhäuser sagte jedoch kurzfristig ab, Marco Remus, Zwette,

2003
Luke Slater, Monika Kruse, Ellen Allien, Ricardo Villalobos, Toktok vs. Soffy O, Markus Welby, Boris Dlugosh

2004
Sven Väth, Chris Liebing, Josh Wink, Der Dritte Raum, Egoexpress, Alexander Kowalski, Tobi Neumann, Matthias Tanzmann, Ricardo Villalobos, DJ Rush, Uroš Umek.

THE PRODIGY

The Prodigy (engl.: das Wunder, Wunderkind) ist eine englische Band, die Anfang der 1990er Jahre Breakbeats in der Elektronischen Tanzmusik populär machte. In der Anfangsphase noch stark am Acid House und Techno der frühen 1990er orientiert, entwickelten sie schnell ihren eigenen Stil, der auch neue Stile wie Drum’n'Bass und Jungle einbezog. Etwa ab 1996 prägten The Prodigy auch aktuelle Sounds wie Big Beat und Trip-Hop, wobei sie Elemente des Alternative und des Punk in ihren Sound einbauten.

Bandgeschichte
Liam Howlett

Musikalischer Kopf der Band ist Liam Howlett (* 21. August 1971) aus Braintree in Essex, England. Sein musikalisches Interesse begann während der Grundschule, als er von seinem Vater gegen seinen Willen zum Klavierunterricht geschickt wurde.

Auf der weiterführenden Schule kam er mit der Hip-Hop-Kultur in Kontakt. Er lernte Breakdance und tanzte viel mit seiner Crew Pure City Breakers. Zu seinen Favoriten gehörte Grandmaster Flash & the Furious Five. Howlett wollte seine musikalischen Vorstellungen in eigene Songs umsetzen und kaufte sich einen Moog-Prodigy-Synthesizer. Von diesem Gerät leitet sich auch der Name der späteren Band ab, was Howlett als nicht die ganze Wahrheit bezeichnet.

In derselben Zeit gewann er als DJ einen Mix-Wettbewerb bei Capitol Music. Wenig später wurde er von einer Hip-Hop-Band namens „Cut to Kill“ als zweiter DJ aufgenommen und hatte so seine ersten Auftritte. Nach seinem Abschluss bekam er einen Job bei einem Londoner Magazin, dem „Metropolitan“. Er freundete sich schnell mit dem Besitzer an und erhielt von ihm £ 4000 für die Produktion seines ersten Albums. Da er aber als weißer DJ von den anderen Bandmitgliedern nicht als vollwertig akzeptiert wurde, platzte die Produktion: Die anderen unterzeichneten – mit Hilfe eines von Liam geschriebenen Liedes – hinter seinem Rücken einen Vertrag mit einer Plattenfirma. Howlett trennte sich daraufhin von der Band.

Inzwischen dominierte in England Acid House. Die Rave-Kultur, die sich daraus entwickelte, beeinflusste auch Howlett. Nachdem er 1989 zum ersten Mal auf eine Rave-Party ging, wurde er ein Rave-DJ bei The Barn in Braintree. Hier traf er später auch Keith Flint und Leeroy

Keith Flint

Keith Charles Flint (* 17. September 1969 in Chelmsford Essex, Großbritannien) stieg im Jahr 1990 in Howletts Projekt ein. Nachdem er ursprünglich nur als Tänzer auftrat, übernahm er 1996 in der Hit-Single Firestarter erstmals die Rolle des Sängers. 2003 veröffentlichte Flint ein Solo-Album namens Device #1 bei Universal.

Gründung

Howletts eigentliche Karriere begann als DJ auf Partys. Dort wurde er auch von dem Tänzer Leeroy Thornhill (* 8. Oktober 1969) und dessen Freund Keith Flint angesprochen. Die beiden waren begeistert von Howletts Musik und fragten ihn nach einem Tape. Howlett machte ihnen eine Kassette mit einem DJ-Mix auf der einen und selbst produzierten Tracks auf der anderen Seite. Flint rümpfte nach eigenen Angaben erst die Nase darüber, dass der DJ ihnen seine eigenen Tracks unterjubeln wollte. Es sei gewesen wie „ein Weihnachtsgeschenk, das man sich gar nicht gewünscht hat“. Doch als sich Flint die B-Seite anhörte, war er begeistert und wollte sofort mit Howlett eine Band zusammenstellen. Mit der Unterstützung von Thornhill und einer Tänzerin namens Sharky wurde The Prodigy gegründet.
Kurze Zeit später buchten sie ihren ersten Auftritt im Labyrinth in London, bei dem sie Keith Palmer alias Maxim Reality (* 26. Juli 1967) kennenlernten. Da sie noch einen MC brauchten, wurde er ins Team aufgenommen. In den folgenden Monaten zogen die fünf von Ort zu Ort, um sich und ihre Musik bekannter zu machen. Die Anzahl der Besucher variierte von nur fünf bis zu 12.000.

Plattenvertrag

Weihnachten 1990 überraschte Howlett die anderen mit einem Plattenvertrag mit XL Recordings, auf den alle, bis auf Sharky, mit Begeisterung reagierten. Sharky verließ daraufhin die Band, da die Termine für sie zu viel geworden waren.

Im Februar 1991 gab Howlett die erste Prodigy-Veröffentlichung mit Namen What Evil Lurks heraus. Sie enthielt vier Breakbeat-Tracks, die noch aus Howletts Cut-to-Kill-Zeit stammten, unter anderem das Stück What Evil Lurks, den Howlett als Demotape an XL-Recordings schickte, um sich für einen Plattenvertrag zu bewerben. Danach probierten sie, an ihrer Live-Show zu arbeiten. Die Probe kam aber wegen der fehlenden Atmosphäre nicht zustande und es heißt, dass The Prodigy seither nie wieder geprobt haben.

Ein halbes Jahr später entstand die Erfolgssingle Charly, die Melodien aus dem britischen Kinderfernsehprogramm enthielt und – gegen den Willen von Liam Howlett – dem des Happy Hardcore zugeordnet wird. Howlett merkte, dass vor allem die härtere Version, der Alley Cat Mix, das Publikum ansprach. Im Dezember 1991 veröffentlichten sie ihre dritte Single Everybody in the Place und im November 1992 kam das Album Experience.

Da die Rave-Szene mehrfach totgesagt wurde, wollte Howlett einiges ändern. Unter dem Pseudonym Earthbound (so heißt sein Tonstudio) veröffentlichte Howlett seine neue Single One Love, mit der er eine neue Ära für Prodigy begann.


Music for the Jilted Generation

Die eingeschlagene Richtung wurde von einer breiten Hörerschaft begeistert aufgenommen, wodurch sich für Liam die Möglichkeit ergab, für die Aufnahmen zu Music for the Jilted Generation neue kreative Freiheiten auszuschöpfen und mit vielfältigen Stilmitteln zu experimentieren. Das Album enthielt viele harte Breakbeats, Jazz-Funk-Grooves, elektrische Gitarren, einen ungewohnt harten Dance-Track(No Good (Start the Dance)) und mit dem Titel Poison eine Rückkehr zum Hip-Hop, wobei auch erstenmals Palmers Gesang verwendet wurde. Dies erweiterte die musikalischen Möglichkeiten der Band noch um ein Weiteres.

Das Album stieg in die britischen Album-Charts auf Platz eins ein und wurde über 1.000.000 Mal verkauft. Aufgrund dieses Erfolgs folgten Auftritte in der ganzen Welt und The Prodigy gewannen einen MTV Award als „Bester Dance Act“.

1995 tourte die Band von Festival zu Festival, wobei sie in Glastonbury laut Veranstalter die „größte Show auf Erden“ hatten.

The Fat of the Land

Im April 1996 kam die Single Firestarter, ein Big-Beat-Track, mit Keith Flint als Sänger heraus. Der Rhythmus wurde dieses Mal allerdings von einem externen Produzenten programmiert. Als das Video zum ersten Mal in der Musikshow Top of the Pops gezeigt wurde, musste der Sender BBC einem Ansturm von Beschwerdebriefen entrüsteter Eltern standhalten, die sich über den „schändlichen“, „spöttischen“ und „provozierenden“ Text und die Verhaltensweise Flints beschwerten und sich fragten, warum das Video überhaupt am frühen Abend gezeigt werden dürfe.

Die Single verkaufte sich in weniger als sechs Wochen über 750.000 Mal. Mit der Single Breathe bestätigte die Gruppe im November 1996 ihren Erfolg und schaffte damit den endgültigen Durchbruch. Bis heute ist es die erfolgreichste Singleauskopplung der Band. Erst am 30. Juni 1997 veröffentlichte The Prodigy ihr drittes Album The Fat of the Land mit 10 Titeln, das in 27 Ländern Platz 1 der Charts belegte und für das sie wiederum weltweit Mehrfach-Platin bekamen. Das Album war das meistverkaufte Album im Jahr 1997. Im Mai begann dann eine Mammutwelttournee über fünf Kontinente, welche bis zum Sommer 1999 andauern sollte. Unter anderem traten sie im September 1997 vor 250.000 Menschen auf dem roten Platz in Moskau auf, wo mit Hilfe des Musiksenders MTV ein Konzert aufgezeichnet wurde. Im Jahre 1998 verschlug es die Band in den Inselstaat Bahrain, wo sie nach eigenen Angaben das beste Konzert ihrer Bandgeschichte gaben.

Ende 1997 sorgte die Auskopplung Smack My Bitch Up (Regie Jonas Åkerlund) für Furore: Das Video wurde in den USA und England sowie in anderen Staaten verboten, da es Drogen-, Sex- und Gewalt-Exzesse visualisierte. Howlett ließ aufgrund der vielen Proteste danach verlauten, dass es kein viertes Album mehr geben werde. In den folgenden fünf Jahren veröffentlichen The Prodigy keine weiteren Tracks.

The Dirtchamber Session

Dieses „Tribut Album“ produzierte Howlett ursprünglich für eine Sendung des britischen BBC Radio 1 namens Breezeblock, bei der verschiedene „Stars“ des Musikgeschäfts einen Mix aus ihren persönlichen Lieblingsliedern 50 Minuten lang live auflegten. Er vermischte Samples aus 50 verschiedenen Songs (von The Chemical Brothers bis zu den Beatles). Weil Howlett und den Zuhörern dieser Mix so gut gefiel, veröffentlichte er ein aus lizenzrechtlichen Gründen leicht geändertes Set 1999 auf einer CD unter dem Namen The Dirtchamber Sessions Vol. 1. Eine Fortsetzung dieser Reihe wird es sehr wahrscheinlich nicht geben.

Solokarrieren

Im Jahre 2001 starteten Palmer und Thornhill eigene Solokarrieren und veröffentlichten jeweils eine eigene Single. Die Singles waren der erste Hinweis auf eine mögliche bevorstehende Trennung der Band; Thornhill gab im April 2001 das Ausscheiden aus der 4er-Konstellation bekannt, wünschte den anderen alles Gute und widmete sich nun unter dem Alias-Namen „Flightcrank“ endgültig seiner Solo-Performance.

Auch Keith Flint versuchte sich an einem eigenen Projekt, aber obwohl schon ein Album mit dem Titel Device #1 produziert worden war, zerschlug sich das Projekt vor der offiziellen Veröffentlichung.

Always Outnumbered, Never Outgunned
2004 erschien das vierte Album von The Prodigy. Es trägt den Titel Always Outnumbered, Never Outgunned. Nachdem 2002 die zwischengeschobene Single Baby’s Got a Temper erschien und von Kritikern zerrissen wurde, merkte die Band, dass sie nicht ein zweites Fat of the Land herausbringen konnten. Die Band, besonders Liam Howlett, hatte eine Schaffenskrise. Palmer und Flint waren bei der Produktion nicht mehr mit von der Partie, dafür aber Gäste wie Kool Keith, Liam Gallagher (Oasis) und Princess Superstar. Jedoch blieben Maxim und Keith Flint ein fester Bestandteil der Live-Shows.

Das ganze Prozedere tat Liams Tatendrang keinen Abbruch: 2002 trat die Band zu dritt bei mehreren Festivals in Europa auf und präsentierte etwa zur gleichen Zeit ihren neuen Song Baby’s Got a Temper.


Zwischenzeitliche Veröffentlichungen

2004 erschien das Remix-Album Always Outsiders, Never Outdone, dass von einigen der besten Bootlegger Großbritanniens produziert wurde und ausschließlich Remix-Versionen von Always Outnumbered, Never Outgunned enthält. Das Remix-Album wurde nicht offiziell von The Prodigy veröffentlicht, sondern wird über eine Website im MP3-Format als Download angeboten.

Nachdem The Prodigy Ende 2004 und 2005 wieder auf Tour gingen, erschien im September 2005 ein Album mit dem Titel Their Law – The Singles 1990–2005. Darauf befinden sich die größten Hits der Band, von Out of Space über No Good (Start the Dance) bis hin zu Firestarter und Girls. Dem Album liegt auch eine limitierte Bonus-CD bei, die Remixe, seltene Stücke und Live-Versionen enthält.

Anfang 2006 erschien ein Mix-Album von Liam Howlett als Teil 23 der Back-to-Mine-Serie, bei der verschiedene Künstler ihre Lieblingslieder als Zusammenstellung preisgeben.

2007 wurde das Stück Shadow als Titelmusik des Xbox-360-Rennspiels Project Gotham Racing 4 veröffentlicht. Auf dem Soundtrack des japanischen Anime-Films Vexille erschien eine reduzierte Version des Lieds unter dem Namen The Shadow. Eine weitere Version namens The Shadow of the Devil, wurde für den Horrorfilm Reverb verwendet.

Des Weiteren steuerten The Prodigy Musik zu den Soundtracks der Videospiele Tomb Raider: Legend, Forza Motorsport 2, Project Gotham Racing 3, Enter the Matrix und Need for Speed bei. Ebenso finden sich einige Lieder im 2010 erschienenen Kinofilm Kick-Ass wieder.

Invaders Must Die

Das Album Invaders Must Die sollte ursprünglich bereits 2007 erscheinen, wurde aber erst zum 20. Februar 2009 über den Verleger Universal Music in Deutschland veröffentlicht. Musikkritiker reagierten zum größten Teil positiv auf das neue Album, insbesondere englischsprachige Publikationen. Auch im deutschsprachigen Raum fielen die Urteile überwiegend gut aus, nur vereinzelt gab es kritischere Stimmen.

Insgesamt wurden aus dem Album vier Singles ausgekoppelt. Als erste Single des Albums fungierte in Großbritannien der Titel Omen, während im deutschsprachigen Raum die leicht veränderte Bonus-Track-Version O veröffentlicht wurde. Danach folgten Warrior’s Dance und Take Me To The Hospital, zuletzt das Titelstück Invaders Must Die.

Am 24. Juli 2010 wurde das Live-Album World’s On Fire im Milton Keynes Bowl aufgenommen, welches am 20. Mai 2011 als CD, DVD und Blu-Ray veröffentlicht wurde.

Diskografie
→ Hauptartikel: The Prodigy/Diskografie
Alben

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkung
DE[15][16] AT[17] CH[18] UK[19] US[20]
1992 The Prodigy Experience 75 − − 12 − −
1994 Music for the Jilted Generation 11 7 9 1 198 −
1997 The Fat of the Land 1 1 1 1 1 −
2004 Always Outnumbered, Never Outgunned 6 8 3 1 62 −
2005 Their Law: The Singles 1990-2005 45 34 40 1 − Kompilationsalbum
2009 Invaders Must Die 3 5 1 1 58 −
2011 World’s on Fire – Live 15 29 25 5 − Live-Album

Singles / EPs
Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkung

DE[21][22] AT[17] CH[18] UK[19] US[20]
1991 What Evil Lurks − − − − − wiederveröffentlicht 2004
1991 Charly − − − 3 − −
1991 Everybody In The Place − − − 2 − −
1992 Fire/Jericho − − − 11 − −
1992 Out of Space 15 − 30 5 − −
1993 Wind It Up − − 16 11 − −
1993 One Love − − 30 8 − −
1994 No Good (Start the Dance) 4 6 8 4 − −
1994 Voodoo People 10 − 36 13 − in den USA als EP erschienen
1995 Poison − − 21 15 − −
1996 Firestarter 6 8 11 1 30 −
1996 Breathe 9 6 5 1 − −
1997 Smack My Bitch Up 51 − − 8 89 −
2002 Baby’s Got A Temper 37 35 31 5 − −
2004 Girls/Memphis Bells − − − 19 − −
2004 Hotride − − − − − −
2005 Spitfire − − − − − −
2005 Voodoo People/Out of Space − − 93 20 − −
2008 Invaders Must Die − − 62 49 − als kostenloser Download
2009 Omen 28 22 40 4 − −
2009 Warrior’s Dance 64 54 − 9 − −
2009 Take Me to the Hospital − − − 38 − −

Dieser Bericht basiert auf dem Artikel “THE PRODIGY”
aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Hawaiian Music – Kaleohano Israel Kamakawiwo’ole – IZ

Nächste Seite »