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DJ RUSH

DJ Rush (* Januar 1970 in Chicago, eigentlich: Isaiah Major) ist ein erfolgreicher Techno-DJ und Musikproduzent.

In der aufblühenden House-Szene Chicagos fand DJ Rush schnell Gefallen an elektronischer Musik. Seine ersten Auftritte als DJ hatte er in der Music Box, dem Powerhouse, dem Stammheim und dem legendären Warehouse, wo er bis zu 10 Stunden am Stück hinter den Plattentellern stand. Gleichzeitig begann er in seinem Schlafzimmer mit der Produktion eigener Kreationen.

1991 veröffentlichte Rush auf dem Label Trax Records seine erste Single (Knee’ Deep). Seine Produktionen wurden zunehmend minimaler und härter und er begann in London und Berlin Fuß zu fassen. Er kam unter anderem bei Force Inc. Music Works und Djax up Beats unter Vertrag.

1998 gelang DJ Rush mit der Platte Motherfucking Bass der europaweite Durchbruch. 2001 löste er bei den Leserwahlen des Groove-Magazins Jeff Mills als beliebtesten DJ ab.

Rush machte auch zahlreiche Remixe, z.B. für Elektrochemie LK, DJ Bam Bam, Speedy J, DJ Urban, Mario Ranieri, Miss Djax oder Felix Kröcher.

Er gilt als Vorreiter des heutigen Hardtechno, wobei er sich selbst damit nie identifiziert hat. Er nennt seinen Style selbst Hard Energy.

SonneMondSterne

Das SonneMondSterne Festival (kurz: SMS) ist eines der größten Open-Air-Festival’s der elektronischen Tanzmusik in Europa, es treten vereinzelt auch Vertreter des Rock und Pop auf. Das Festival findet jährlich am zweiten Augustwochenende in Thüringen an der Bleilochtalsperre bei Saalburg statt.

Das erste SonneMondSterne-Festival fand 1997 mit 2.500 Besuchern statt. 2011 besuchten etwa 35.000 Menschen die dreitägige Veranstaltung.

Als Ableger gab es in den Jahren 2001 und 2002 das Wintercamp, das eine Veranstaltungsreihe im Monat Februar war, um die Zeit bis zum nächsten SonneMondSterne-Festival zu überbrücken. Aufgrund des großen Besucherandrangs zog das Wintercamp im April 2003 auf den alten Militärflugplatz nach Allstedt um und nannte sich fortan SonneMondSterne präsentiert Camp Music. 2004 fand das letzte Camp Music statt.

Aufbau des Festivalgeländes
er Aufbau ist seit 2004 nahezu unverändert. Abgesehen von speziellen Gegebenheiten und Anlässen besteht das Gelände aus:

Hauptbühne (Mainstage)
große Freiluftbühne
Hauptzelt (Maincircus)
Zirkuszelt in der Größe und Form einer Halle
zweite Bühne (2ndStage)
zweite Freiluftbühne
4 Zirkuszelte (Clubtent)
Zirkuszelte in denen sich Szeneklubs und Label präsentieren
Partyboot (Freshboat)
das für SMS speziell dekorierte Fahrgastschiff MS Gera

Catering
Bars, Restaurants (in Form von Bierzelten) und diverse Verpflegungsstände
Marktplatz
für Merchandising/Verkaufstände
Sportplatz
für Wettkämpfe am Nachmittag, z.B. Fußball, Volleyball (Dry Cup Area)

Außerhalb des Festivalgeländes stehen mehrere Hektar Campingplatz, Wasch- und Duschplätze, sowie Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der Campingplatz ist je nach Abstand zum Festivalgelände in laut und leise unterteilt.

Headliner – SonneMondSterne (Auswahl)
2005
Sven Väth, Tiësto, Richie Hawtin, Ricardo Villalobos, The Prodigy, WestBam, Dave Clarke, Die Fantastischen Vier, Deichkind, Röyksopp, Akustikrausch, Ellen Allien, Northern Lite, DJ Rush, Alter Ego, Timo Maas, DJ Koze

2006
Kraftwerk, Basement Jaxx, Audio Bullys, Westbam und Band, Annie, Deichkind, Rex the Dog, Johannes Heil, Tobi Neumann, Scissor Sisters, Der Dritte Raum, Sven Väth, Paul van Dyk, Turntablerocker, Chris Liebing, DJ Hell, DJ Koze, Moguai, Carl Craig, Ricardo Villalobos, Moonbootica, James Zabiela, Toni Rios, Pascal FEOS, Frank Lorber

2007
Faithless, Die Fantastischen Vier, Paul van Dyk, Miss Kittin, Moonbootica, DJ Rush, Dave Clarke, DJ Karotte, Tobi Neumann, Johannes Heil, Ricardo Villalobos, James Holden, New Young Pony Club, Northern Lite, 2raumwohnung & Band, The Chemical Brothers, Sven Väth, Polarkreis 18, Laurent Garnier, Ellen Allien, Der Dritte Raum, Frank Lorber

2008
Massive Attack, Moby, Fettes Brot, Sven Väth, Magda, Richie Hawtin, Troy Pierce, Heartthrob, Extrawelt, MIA., Deichkind, Digitalism, Simian Mobile Disco, Northern Lite, Zoot Woman, DJ Koze, Boys Noize, Alter Ego, Lexy & K-Paul, Moonbootica, Felix Kröcher, Dubfire, Tiefschwarz, Karotte, Wighnomy Brothers, Moguai, Tobias Lützenkirchen, Tobi Neumann

2009
Peter Fox, The Prodigy, Mr. Oizo, Deichkind, Laurent Garnier, MIA., Sven Väth, Northern Lite, Lexy & K-Paul, Turntablerocker, Polarkreis 18, Chapeau Claque, Fatboy Slim, Richie Hawtin, Carl Cox, Tiefschwarz, Felix Kröcher, Moguai, Dapayk & Padberg, Boris Dlugosch

2010
Die Fantastischen Vier, Underworld, Faithless, David Guetta, Richie Hawtin aka Plastikman, Sven Väth, Jan Delay & Disko No.1, Lexy & K-Paul, Miss Kittin, Kruder und Dorfmeister, Moguai, Ellen Allien, Tiefschwarz, Felix Kröcher, Dapayk & Eva Padberg, Boris Dlugosch, Boys Noize, Martin Anacker

2011
The Chemical Brothers, Swedish House Mafia, Moby, Clueso and Disco-Stress, Deichkind, Mr. Oizo, The Bloody Beetroots Death Crew 77, Laserkraft 3D, Carl Cox, DJ Koze, DJ Rush, Dominik Eulberg, Erol Alkan, Gregor Tresher, Moonbootica, Oliver Koletzki feat. Fran, The Disco Boys, Chris Liebing, Ellen Allien, Bonaparte

Headliner – WinterCamp/Camp Music (Auswahl)
2001
Westbam, Northern Lite, Zombie Nation, Steve Bug

2002
Northern Lite, Uroš Umek, DJ Rush, Mathias Schaffhäuser sagte jedoch kurzfristig ab, Marco Remus, Zwette,

2003
Luke Slater, Monika Kruse, Ellen Allien, Ricardo Villalobos, Toktok vs. Soffy O, Markus Welby, Boris Dlugosh

2004
Sven Väth, Chris Liebing, Josh Wink, Der Dritte Raum, Egoexpress, Alexander Kowalski, Tobi Neumann, Matthias Tanzmann, Ricardo Villalobos, DJ Rush, Uroš Umek.

THE PRODIGY

The Prodigy (engl.: das Wunder, Wunderkind) ist eine englische Band, die Anfang der 1990er Jahre Breakbeats in der Elektronischen Tanzmusik populär machte. In der Anfangsphase noch stark am Acid House und Techno der frühen 1990er orientiert, entwickelten sie schnell ihren eigenen Stil, der auch neue Stile wie Drum’n'Bass und Jungle einbezog. Etwa ab 1996 prägten The Prodigy auch aktuelle Sounds wie Big Beat und Trip-Hop, wobei sie Elemente des Alternative und des Punk in ihren Sound einbauten.

Bandgeschichte
Liam Howlett

Musikalischer Kopf der Band ist Liam Howlett (* 21. August 1971) aus Braintree in Essex, England. Sein musikalisches Interesse begann während der Grundschule, als er von seinem Vater gegen seinen Willen zum Klavierunterricht geschickt wurde.

Auf der weiterführenden Schule kam er mit der Hip-Hop-Kultur in Kontakt. Er lernte Breakdance und tanzte viel mit seiner Crew Pure City Breakers. Zu seinen Favoriten gehörte Grandmaster Flash & the Furious Five. Howlett wollte seine musikalischen Vorstellungen in eigene Songs umsetzen und kaufte sich einen Moog-Prodigy-Synthesizer. Von diesem Gerät leitet sich auch der Name der späteren Band ab, was Howlett als nicht die ganze Wahrheit bezeichnet.

In derselben Zeit gewann er als DJ einen Mix-Wettbewerb bei Capitol Music. Wenig später wurde er von einer Hip-Hop-Band namens „Cut to Kill“ als zweiter DJ aufgenommen und hatte so seine ersten Auftritte. Nach seinem Abschluss bekam er einen Job bei einem Londoner Magazin, dem „Metropolitan“. Er freundete sich schnell mit dem Besitzer an und erhielt von ihm £ 4000 für die Produktion seines ersten Albums. Da er aber als weißer DJ von den anderen Bandmitgliedern nicht als vollwertig akzeptiert wurde, platzte die Produktion: Die anderen unterzeichneten – mit Hilfe eines von Liam geschriebenen Liedes – hinter seinem Rücken einen Vertrag mit einer Plattenfirma. Howlett trennte sich daraufhin von der Band.

Inzwischen dominierte in England Acid House. Die Rave-Kultur, die sich daraus entwickelte, beeinflusste auch Howlett. Nachdem er 1989 zum ersten Mal auf eine Rave-Party ging, wurde er ein Rave-DJ bei The Barn in Braintree. Hier traf er später auch Keith Flint und Leeroy

Keith Flint

Keith Charles Flint (* 17. September 1969 in Chelmsford Essex, Großbritannien) stieg im Jahr 1990 in Howletts Projekt ein. Nachdem er ursprünglich nur als Tänzer auftrat, übernahm er 1996 in der Hit-Single Firestarter erstmals die Rolle des Sängers. 2003 veröffentlichte Flint ein Solo-Album namens Device #1 bei Universal.

Gründung

Howletts eigentliche Karriere begann als DJ auf Partys. Dort wurde er auch von dem Tänzer Leeroy Thornhill (* 8. Oktober 1969) und dessen Freund Keith Flint angesprochen. Die beiden waren begeistert von Howletts Musik und fragten ihn nach einem Tape. Howlett machte ihnen eine Kassette mit einem DJ-Mix auf der einen und selbst produzierten Tracks auf der anderen Seite. Flint rümpfte nach eigenen Angaben erst die Nase darüber, dass der DJ ihnen seine eigenen Tracks unterjubeln wollte. Es sei gewesen wie „ein Weihnachtsgeschenk, das man sich gar nicht gewünscht hat“. Doch als sich Flint die B-Seite anhörte, war er begeistert und wollte sofort mit Howlett eine Band zusammenstellen. Mit der Unterstützung von Thornhill und einer Tänzerin namens Sharky wurde The Prodigy gegründet.
Kurze Zeit später buchten sie ihren ersten Auftritt im Labyrinth in London, bei dem sie Keith Palmer alias Maxim Reality (* 26. Juli 1967) kennenlernten. Da sie noch einen MC brauchten, wurde er ins Team aufgenommen. In den folgenden Monaten zogen die fünf von Ort zu Ort, um sich und ihre Musik bekannter zu machen. Die Anzahl der Besucher variierte von nur fünf bis zu 12.000.

Plattenvertrag

Weihnachten 1990 überraschte Howlett die anderen mit einem Plattenvertrag mit XL Recordings, auf den alle, bis auf Sharky, mit Begeisterung reagierten. Sharky verließ daraufhin die Band, da die Termine für sie zu viel geworden waren.

Im Februar 1991 gab Howlett die erste Prodigy-Veröffentlichung mit Namen What Evil Lurks heraus. Sie enthielt vier Breakbeat-Tracks, die noch aus Howletts Cut-to-Kill-Zeit stammten, unter anderem das Stück What Evil Lurks, den Howlett als Demotape an XL-Recordings schickte, um sich für einen Plattenvertrag zu bewerben. Danach probierten sie, an ihrer Live-Show zu arbeiten. Die Probe kam aber wegen der fehlenden Atmosphäre nicht zustande und es heißt, dass The Prodigy seither nie wieder geprobt haben.

Ein halbes Jahr später entstand die Erfolgssingle Charly, die Melodien aus dem britischen Kinderfernsehprogramm enthielt und – gegen den Willen von Liam Howlett – dem des Happy Hardcore zugeordnet wird. Howlett merkte, dass vor allem die härtere Version, der Alley Cat Mix, das Publikum ansprach. Im Dezember 1991 veröffentlichten sie ihre dritte Single Everybody in the Place und im November 1992 kam das Album Experience.

Da die Rave-Szene mehrfach totgesagt wurde, wollte Howlett einiges ändern. Unter dem Pseudonym Earthbound (so heißt sein Tonstudio) veröffentlichte Howlett seine neue Single One Love, mit der er eine neue Ära für Prodigy begann.


Music for the Jilted Generation

Die eingeschlagene Richtung wurde von einer breiten Hörerschaft begeistert aufgenommen, wodurch sich für Liam die Möglichkeit ergab, für die Aufnahmen zu Music for the Jilted Generation neue kreative Freiheiten auszuschöpfen und mit vielfältigen Stilmitteln zu experimentieren. Das Album enthielt viele harte Breakbeats, Jazz-Funk-Grooves, elektrische Gitarren, einen ungewohnt harten Dance-Track(No Good (Start the Dance)) und mit dem Titel Poison eine Rückkehr zum Hip-Hop, wobei auch erstenmals Palmers Gesang verwendet wurde. Dies erweiterte die musikalischen Möglichkeiten der Band noch um ein Weiteres.

Das Album stieg in die britischen Album-Charts auf Platz eins ein und wurde über 1.000.000 Mal verkauft. Aufgrund dieses Erfolgs folgten Auftritte in der ganzen Welt und The Prodigy gewannen einen MTV Award als „Bester Dance Act“.

1995 tourte die Band von Festival zu Festival, wobei sie in Glastonbury laut Veranstalter die „größte Show auf Erden“ hatten.

The Fat of the Land

Im April 1996 kam die Single Firestarter, ein Big-Beat-Track, mit Keith Flint als Sänger heraus. Der Rhythmus wurde dieses Mal allerdings von einem externen Produzenten programmiert. Als das Video zum ersten Mal in der Musikshow Top of the Pops gezeigt wurde, musste der Sender BBC einem Ansturm von Beschwerdebriefen entrüsteter Eltern standhalten, die sich über den „schändlichen“, „spöttischen“ und „provozierenden“ Text und die Verhaltensweise Flints beschwerten und sich fragten, warum das Video überhaupt am frühen Abend gezeigt werden dürfe.

Die Single verkaufte sich in weniger als sechs Wochen über 750.000 Mal. Mit der Single Breathe bestätigte die Gruppe im November 1996 ihren Erfolg und schaffte damit den endgültigen Durchbruch. Bis heute ist es die erfolgreichste Singleauskopplung der Band. Erst am 30. Juni 1997 veröffentlichte The Prodigy ihr drittes Album The Fat of the Land mit 10 Titeln, das in 27 Ländern Platz 1 der Charts belegte und für das sie wiederum weltweit Mehrfach-Platin bekamen. Das Album war das meistverkaufte Album im Jahr 1997. Im Mai begann dann eine Mammutwelttournee über fünf Kontinente, welche bis zum Sommer 1999 andauern sollte. Unter anderem traten sie im September 1997 vor 250.000 Menschen auf dem roten Platz in Moskau auf, wo mit Hilfe des Musiksenders MTV ein Konzert aufgezeichnet wurde. Im Jahre 1998 verschlug es die Band in den Inselstaat Bahrain, wo sie nach eigenen Angaben das beste Konzert ihrer Bandgeschichte gaben.

Ende 1997 sorgte die Auskopplung Smack My Bitch Up (Regie Jonas Åkerlund) für Furore: Das Video wurde in den USA und England sowie in anderen Staaten verboten, da es Drogen-, Sex- und Gewalt-Exzesse visualisierte. Howlett ließ aufgrund der vielen Proteste danach verlauten, dass es kein viertes Album mehr geben werde. In den folgenden fünf Jahren veröffentlichen The Prodigy keine weiteren Tracks.

The Dirtchamber Session

Dieses „Tribut Album“ produzierte Howlett ursprünglich für eine Sendung des britischen BBC Radio 1 namens Breezeblock, bei der verschiedene „Stars“ des Musikgeschäfts einen Mix aus ihren persönlichen Lieblingsliedern 50 Minuten lang live auflegten. Er vermischte Samples aus 50 verschiedenen Songs (von The Chemical Brothers bis zu den Beatles). Weil Howlett und den Zuhörern dieser Mix so gut gefiel, veröffentlichte er ein aus lizenzrechtlichen Gründen leicht geändertes Set 1999 auf einer CD unter dem Namen The Dirtchamber Sessions Vol. 1. Eine Fortsetzung dieser Reihe wird es sehr wahrscheinlich nicht geben.

Solokarrieren

Im Jahre 2001 starteten Palmer und Thornhill eigene Solokarrieren und veröffentlichten jeweils eine eigene Single. Die Singles waren der erste Hinweis auf eine mögliche bevorstehende Trennung der Band; Thornhill gab im April 2001 das Ausscheiden aus der 4er-Konstellation bekannt, wünschte den anderen alles Gute und widmete sich nun unter dem Alias-Namen „Flightcrank“ endgültig seiner Solo-Performance.

Auch Keith Flint versuchte sich an einem eigenen Projekt, aber obwohl schon ein Album mit dem Titel Device #1 produziert worden war, zerschlug sich das Projekt vor der offiziellen Veröffentlichung.

Always Outnumbered, Never Outgunned
2004 erschien das vierte Album von The Prodigy. Es trägt den Titel Always Outnumbered, Never Outgunned. Nachdem 2002 die zwischengeschobene Single Baby’s Got a Temper erschien und von Kritikern zerrissen wurde, merkte die Band, dass sie nicht ein zweites Fat of the Land herausbringen konnten. Die Band, besonders Liam Howlett, hatte eine Schaffenskrise. Palmer und Flint waren bei der Produktion nicht mehr mit von der Partie, dafür aber Gäste wie Kool Keith, Liam Gallagher (Oasis) und Princess Superstar. Jedoch blieben Maxim und Keith Flint ein fester Bestandteil der Live-Shows.

Das ganze Prozedere tat Liams Tatendrang keinen Abbruch: 2002 trat die Band zu dritt bei mehreren Festivals in Europa auf und präsentierte etwa zur gleichen Zeit ihren neuen Song Baby’s Got a Temper.


Zwischenzeitliche Veröffentlichungen

2004 erschien das Remix-Album Always Outsiders, Never Outdone, dass von einigen der besten Bootlegger Großbritanniens produziert wurde und ausschließlich Remix-Versionen von Always Outnumbered, Never Outgunned enthält. Das Remix-Album wurde nicht offiziell von The Prodigy veröffentlicht, sondern wird über eine Website im MP3-Format als Download angeboten.

Nachdem The Prodigy Ende 2004 und 2005 wieder auf Tour gingen, erschien im September 2005 ein Album mit dem Titel Their Law – The Singles 1990–2005. Darauf befinden sich die größten Hits der Band, von Out of Space über No Good (Start the Dance) bis hin zu Firestarter und Girls. Dem Album liegt auch eine limitierte Bonus-CD bei, die Remixe, seltene Stücke und Live-Versionen enthält.

Anfang 2006 erschien ein Mix-Album von Liam Howlett als Teil 23 der Back-to-Mine-Serie, bei der verschiedene Künstler ihre Lieblingslieder als Zusammenstellung preisgeben.

2007 wurde das Stück Shadow als Titelmusik des Xbox-360-Rennspiels Project Gotham Racing 4 veröffentlicht. Auf dem Soundtrack des japanischen Anime-Films Vexille erschien eine reduzierte Version des Lieds unter dem Namen The Shadow. Eine weitere Version namens The Shadow of the Devil, wurde für den Horrorfilm Reverb verwendet.

Des Weiteren steuerten The Prodigy Musik zu den Soundtracks der Videospiele Tomb Raider: Legend, Forza Motorsport 2, Project Gotham Racing 3, Enter the Matrix und Need for Speed bei. Ebenso finden sich einige Lieder im 2010 erschienenen Kinofilm Kick-Ass wieder.

Invaders Must Die

Das Album Invaders Must Die sollte ursprünglich bereits 2007 erscheinen, wurde aber erst zum 20. Februar 2009 über den Verleger Universal Music in Deutschland veröffentlicht. Musikkritiker reagierten zum größten Teil positiv auf das neue Album, insbesondere englischsprachige Publikationen. Auch im deutschsprachigen Raum fielen die Urteile überwiegend gut aus, nur vereinzelt gab es kritischere Stimmen.

Insgesamt wurden aus dem Album vier Singles ausgekoppelt. Als erste Single des Albums fungierte in Großbritannien der Titel Omen, während im deutschsprachigen Raum die leicht veränderte Bonus-Track-Version O veröffentlicht wurde. Danach folgten Warrior’s Dance und Take Me To The Hospital, zuletzt das Titelstück Invaders Must Die.

Am 24. Juli 2010 wurde das Live-Album World’s On Fire im Milton Keynes Bowl aufgenommen, welches am 20. Mai 2011 als CD, DVD und Blu-Ray veröffentlicht wurde.

Diskografie
→ Hauptartikel: The Prodigy/Diskografie
Alben

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkung
DE[15][16] AT[17] CH[18] UK[19] US[20]
1992 The Prodigy Experience 75 − − 12 − −
1994 Music for the Jilted Generation 11 7 9 1 198 −
1997 The Fat of the Land 1 1 1 1 1 −
2004 Always Outnumbered, Never Outgunned 6 8 3 1 62 −
2005 Their Law: The Singles 1990-2005 45 34 40 1 − Kompilationsalbum
2009 Invaders Must Die 3 5 1 1 58 −
2011 World’s on Fire – Live 15 29 25 5 − Live-Album

Singles / EPs
Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkung

DE[21][22] AT[17] CH[18] UK[19] US[20]
1991 What Evil Lurks − − − − − wiederveröffentlicht 2004
1991 Charly − − − 3 − −
1991 Everybody In The Place − − − 2 − −
1992 Fire/Jericho − − − 11 − −
1992 Out of Space 15 − 30 5 − −
1993 Wind It Up − − 16 11 − −
1993 One Love − − 30 8 − −
1994 No Good (Start the Dance) 4 6 8 4 − −
1994 Voodoo People 10 − 36 13 − in den USA als EP erschienen
1995 Poison − − 21 15 − −
1996 Firestarter 6 8 11 1 30 −
1996 Breathe 9 6 5 1 − −
1997 Smack My Bitch Up 51 − − 8 89 −
2002 Baby’s Got A Temper 37 35 31 5 − −
2004 Girls/Memphis Bells − − − 19 − −
2004 Hotride − − − − − −
2005 Spitfire − − − − − −
2005 Voodoo People/Out of Space − − 93 20 − −
2008 Invaders Must Die − − 62 49 − als kostenloser Download
2009 Omen 28 22 40 4 − −
2009 Warrior’s Dance 64 54 − 9 − −
2009 Take Me to the Hospital − − − 38 − −

Hawaiian Music – Kaleohano Israel Kamakawiwo’ole – IZ

Unterhaltung-Promi-News

CARPENTERS

Die Carpenters waren ein US-amerikanisches Pop-Duo, bestehend aus den Geschwistern Richard Carpenter (* 15. Oktober 1946 in New Haven, Connecticut) und Karen Anne Carpenter (* 2. März 1950 in New Haven, Connecticut; † 4. Februar 1983 in Downey, Kalifornien). Die Carpenters erreichten den Höhepunkt ihrer Karriere in den 1970er Jahren.

Biografie

Kindheit und Jugend

Schon im Kindesalter zeigte Richard Carpenter großes Interesse an der Musik. Er hörte mit drei oder vier Jahren sehr gerne die Langspielplatten seines Vaters, der in einem Unternehmen der Container-Industrie arbeitete. Die Platten seines Vaters deckten einen weiten Bereich der Musik ab, von Klassik bis Big Band Musik, so dass Richard einen umfassenden und vielseitigen Musikeindruck bekam, der sich auf seine späteren Kompositionen und Arrangements auswirken sollte.

Nachdem er weitere Musikstücke im Radio gehört hatte, fragte er seine Eltern, ob sie ihm nicht einige der Platten kaufen würden, die ihm so gut gefielen. Darunter befanden sich Künstler wie Perry Como, Nat King Cole, Guy Mitchell und Patti Page sowie auch der Gitarrist Les Paul und seine Frau Mary Ford. Auch Dixielandjazz von Red Nichols und die Comedymusik von Spike Jones and his City Slickers hatte es ihm angetan.

Im Alter von acht Jahren begann Richard, selbst Musik zu machen. Als erstes Instrument besaß er ein Akkordeon, das er aber schon bald zu Gunsten des Klaviers beiseite legte. Mit 15 Jahren studierte er das Klavierspiel an der Universität Yale und war Mitglied eines Trios, bestehend aus Bass, Piano und Schlagzeug, mit dem er bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen in New Haven und Umgebung auftrat.

Karen Carpenter zeigte im Gegensatz zu ihrem Bruder kein sehr frühes Interesse an Musik. 1963, Karen war gerade 13 Jahre alt, zog die Familie nach Downey, einem Vorort von Los Angeles.

Richard verließ bald darauf die Downey High School und begann an der California State University, Long Beach ein Klavierstudium. Als er erfuhr, dass er vom Sportunterricht freigestellt würde, wenn er der Marschkapelle der Schule beitreten würde, musste er allerdings einsehen, dass das Klavier nicht unbedingt ein sehr transportfähiges Instrument ist. Doch als der Bandleiter ihn spielen hörte, trat er mit der Bitte an ihn heran, mit der Band doch bei einem Aulakonzert Gershwins Rhapsody in Blue aufzuführen. Anschließend lud er Richard ein, mit seiner eigenen Combo außerhalb der Schule zu spielen.

Das musikalische Talent von Karen zeigte sich Ende 1964, als sie an der Downey High School in der Marschkapelle das tragbare Metallophon spielte. Besonders angetan war sie vom Trommelspiel ihres Bandkollegen Frankie Chavez, so dass sie zu Hause begann, ihre Schallplatten mit eigenem Rhythmusspiel zu begleiten. Als ihre Eltern ihr kurz darauf ein richtiges Schlagzeug schenkten, konnte sie umgehend darauf spielen. Damit kam auch die Idee, eine Art Musikgruppe zu gründen.

Karen war gerade 15 Jahre, als das Carpenter Trio gegründet wurde. Der dritte Mann war ein Schulkollege von Richard, der Tuba und Bass spielte, Wes Jacobs. Die musikalische Stilrichtung des Trios war der Jazz. Auf Drängen von Richard sollte Karen einige Titel singen, aber hauptsächlich spielte das Trio instrumentale Titel. Karens später unverwechselbare Gesangsstimme entwickelte sich gerade erst, so dass sie mit dem Gesamtsound der Musik nicht recht einverstanden war. Doch bis 1966 hatte sich ihre Stimme soweit ausgebildet, dass sich immer mehr Menschen für ihre Musik interessierten.

Erste Plattenverträge
Als der bekannte Westküstenbassist Joe Osborn zusammen mit einem Partner ein eigenes Plattenlabel mit dem Namen Magic Lamp gründete, begaben sie sich auf die Suche nach jungen Talenten und kamen durch einen Schulkollegen der Carpenters auf das Trio. Das Vorspielen fand in der Garage von Osborn statt, und es wurde beschlossen, Aufnahmen zu machen. Das Ergebnis war ein Plattenvertrag für Karen Carpenter im Mai 1966, den ihre Eltern unterzeichneten. Von einigen Liedern, die unter anderem auch Richard komponiert hatte, erschienen zwei auf einer Single als Karen Carpenter. Dies war zwar ein Anfang, aber da das kleine Label keinerlei Promotion- und Vertriebsstruktur hatte, wurde es nach einem Jahr geschlossen.

Am 24. Juni 1966 gewann The Richard Carpenter Trio den wichtigsten Talentwettbewerb der USA im Hollywood Bowl – The Battle of the Bands. Für den Auftritt hatte Richard ein Stück mit dem Namen Iced Tea komponiert, das besonders das Tubaspiel von Wes Jacobs und das Schlagzeug von Karen in den Vordergrund setzte. Das zweite Stück war eine neu durcharrangierte Version des Titels The Girl From Ipanema. Die Preisrichter waren sehr beeindruckt, und das Trio gewann drei Auszeichnungen; beste Combo, Richard wurde bester Instrumentalist, und das Trio bekam den Preis für den höchsten Punktestand des kompletten Wettbewerbs.

Auf dem Parkplatz wurde Richard von einem Mann angesprochen, der ihm gratulierte und fragte, ob sie nicht Testaufnahmen machen wollten; jedoch Richard erzählte von einem bestehenden Vertrag. Der Mann überreichte ihm seine Karte und riet, ihn anzurufen, falls sich die Umstände ändern sollten. Der Mann war Neely Plumb, der damalige Westküstenmanager der Pop-Abteilung von RCA Records. Richard besann sich schnell und erläuterte, dass der Plattenvertrag sich nur auf seine Schwester als Sängerin beschränkte, das Trio aber frei sei. So kam es zu den ersten Testaufnahmen bei RCA.

Im September unterzeichnete das Trio bei RCA und nahm elf Titel für ein erstes Album auf, darunter das Stück Flat Baroque, das später ein bekannter Carpenters-Titel wurde. RCA lehnte allerdings alle Stücke ab, da sie für ein nichtkommerzielles Jazztrio im Zeitalter der aufkommenden psychedelischen Welle keine Zukunft sahen. Am nun zurückgegebenen Plattenvertrag, der mit einigen hundert US-Dollar ausgelöst wurde, zerbrach das Trio. Wes Jacobs entschied sich für den Weg, Konzertmusiker zu werden, und die beiden Carpenters wandten sich wieder ihrem Studium zu.

Im Sommer 1967 tat sich Richard mit John Bettis, einem befreundeten Mitstudenten, zusammen. Das Duo nahm einen Job in Disneyland an, um dort in einem Pub eine Auswahl an bekannten Melodien zu spielen. Doch schon nach vier Monaten wurden sie wieder entlassen.

Carpenters
Zu dieser Zeit gründete Richard mit seiner Schwester sowie John Bettis und drei anderen Mitstudenten ein neues Projekt, die Gruppe Spectrum. Das Repertoire wurde im wesentlichen von Richard und John geschrieben, die Arrangements kamen allein aus Richards Feder. Karen Carpenter sang nun mit der Stimme, die bald darauf die Fans in aller Welt lieben würden. Da aber die jetzt aufkommenden neuen Rockbands das Publikumsinteresse auf sich konzentrierten, war auch Spectrum kein langes Leben beschieden.

Karens Diät
Da Karen schon immer etwas pummelig war, beschloss sie, einen Arzt aufzusuchen, um etwas abzunehmen. Dieser riet ihr zur Stillman-Diät, bei der sie täglich acht Gläser Wasser trinken musste und auf jegliche fette Nahrung verzichten sollte. Zusätzlich gab es Vitaminbeigaben. Karen hasste zwar die Diät, befolgte sie aber strikt, und nahm während der folgenden sechs Monate 11 kg ab. Ihre nun 55 kg hielt sie bis 1973.

Rückkehr zu Joe Osborn
Richard Carpenter war nach dem Zerfall von Spectrum aber überzeugt, nun ein schlagendes Konzept für eine erfolgreiche Karriere zu haben. Die drei Standbeine waren seiner Ansicht nach seine hochwertigen Arrangements, die hervorragende Singstimme seiner Schwester und ihr übereinandergeschnittener Gesang. Joe Osborn beschloss, den Carpenters eine weitere Chance zu geben, und holte sie in sein Studio zurück. Mitte 1968 nahmen sie drei Stücke auf, bei denen alle Gesangsstimmen von Karen und Richard kamen. Dies waren Don’t Be Afraid, von Richard komponiert, sowie die Carpenter-Bettis-Kompositionen Your Wonderful Parade und Invocation (a cappella). Nach drei Aufnahmesessions hatten sie, nach Richards Aussage, den richtigen Groove getroffen, um damit Hits zu produzieren. Damit war der neue Sound gefunden, der Karens Stimme in den Vordergrund stellte, und mit dem richtigen Song sollten sich genügend Fans finden lassen, um die Hitparaden zu erobern. Als Name der Gruppe wählten sie einfach Carpenters, ohne das The vor dem Namen, ähnlich wie Buffalo Springfield oder Jefferson Airplane.
Obwohl sich Karen immer noch als eine Schlagzeugerin sah, die auch sang, sah Richard mehr Potential in ihrer Stimme.

Your All American College Show
Richard, der mittlerweile an der Universität von Kalifornien in Long Beach studierte, hörte von einer neuen nationalen Fernsehshow, Your All American College Show, für die Talentsucher quer durch Amerika reisten, um an den Universitäten neue, unverbrauchte Musikacts zu finden. Die Show wurde von Colgate-Palmolive gesponsert und vom bekannten Radioansager Wendell Niles produziert. Zu dieser Show zu kommen, wäre ein großer Sprung im Bekanntheitsgrad der beiden geworden.

Zusammen mit Bill Sissyoev, einem Bassisten, der speziell für die Show engagiert wurde, spielten sie den Talentsuchern vor und wurden für 1968 dreimal verpflichtet. Zusätzlich bekamen sie ein Preisgeld für das Trio in Höhe von 3.500 $ und Richard noch einmal die gleiche Summe für sein hervorragendes Solospiel.

Direkt nach ihrem ersten Auftritt meldete sich John Bahler von der Love Generation, der auch Fernsehwerbung produzierte. Die Carpenters sollten für die Kampagne der Ford Motor Company zur Einführung des neuen Ford Maverick die Musik schreiben. Der Anfang 1969 unterzeichnete Vertrag brachte beiden je 50.000 $ und je einen Ford Mustang. Das einzige, was beiden nun noch fehlte, war ein gutdotierter Plattenvertrag.

Herb Alpert und A&M
Nach vielen Absagen auf ihre verschickten Bänder bekamen sie einen Anruf von Herb Alpert, dem bekannten Trompeter und Kopf der Tijuana Brass. Er war zugleich Mitinhaber des Plattenlabels A&M Records. Alpert war von Karens Stimme absolut begeistert, und auch sein Partner Jerry Moss war vom möglichen Erfolg der Carpenters überzeugt. Am 22. April 1969 wurde der Plattenvertrag unterzeichnet.

Zu A&M gehörten auch einige Songschreiber, die Alpert verpflichtet hatte. Darunter Burt Bacharach und Hal David, die Hits für Dionne Warwick komponierten, und auch Roger Nichols, der mit Paul H. Williams zusammenarbeitete.

Einer Plattenkarriere stand nun allerdings der vorher unterzeichnete Kontrakt mit Ford im Weg, der eine US-Werbetour vorsah, für die die Carpenters nun keine Zeit mehr hatten. Eine Plattenproduktion war wichtiger. Mit John Bahlers Unterstützung gelang es ihnen aus dem Vertrag zu kommen, und dies zu ihrem Erstaunen sogar ohne Konventionalstrafe.

Das erste Album Offering kam im November 1969 auf den Markt. Es enthielt unter anderem eine Coverversion des Lennon/McCartney-Hits Ticket To Ride. Das Album war zwar kein Riesenerfolg, aber es hielt sich lange in den Charts mit der höchsten Notierung auf Platz 54 im April 1970.

Burt Bacharach, der den Song Ticket To Ride in der Carpenters-Version im Radio gehört hatte, lud die beiden Anfang 1970 zu einigen Treffen zu sich ein. Als Folge dieser Zusammenkünfte war es ein Burt-Bacharach-Song, der den beiden im Juni des Jahres einen weltweiten Erfolg einbrachte: (They Long To Be) Close To You. Bacharach und sein Partner Hal David hatten das Lied bereits 1963 für den singenden Schauspieler Richard Chamberlain geschrieben. Sechs Wochen nach der Veröffentlichung stand das Lied auf Platz eins in den US-Charts. Es war eine der meistverkauften Singles des Jahres mit über 3 Mio. Kopien weltweit. Im Herbst notierten die Briten das Lied auf Platz 6 ihrer Hitparade. Auch in anderen Ländern waren ähnliche Notierungen zu verzeichnen.

Im März 1971 bekamen die Carpenters für (They Long To Be) Close To You ihren ersten Grammy in der Kategorie Beste Gesangsleistung eines Duos, Gruppe oder Chors. Ein zweiter Grammy folgte mit der Auszeichnung als beste Nachwuchskünstler des Jahres 1970. Insgesamt war Close To You und das Album Close To You in sechs Kategorien nominiert, darunter als beste Single und bestes Album des Jahres.

Ein weiterer Hit folgte unmittelbar mit We’ve Only Just Begun, auch vom Album ‘Close to You’. Die Single erreichte zwar nur Platz zwei der US-Charts, machte aber einen nachhaltigen Eindruck auf ihre Hörer. Der von Roger Nichols und Paul Williams komponierte Song wurde zum Hochzeitssong einer ganzen amerikanischen Generation. Zusätzlich gab es viele Anfragen von Abschlussklassen der amerikanischen Colleges, den Song als Mottosong benutzen zu dürfen.

We’ve Only Just Begun war die erste typisch durcharrangierte Carpenters-Ballade und hatte Einfluss auf viele weitere, die noch kommen würden. Beginnend mit dem Sound des Pianos am Anfang des Liedes und in der ersten Strophe, das Einsetzen von Karens Gesangsstimme und den Bläsersätzen in den Übergängen wurde We’ve Only Just Begun zum typischen Carpenters-Erkennungssong über die nächsten Jahre. Auch das Album hielt sich länger als ein Jahr in den US-Charts.

Drei weitere Singles schafften 1971 den Sprung in die Top 10: For All We Know, Rainy Days And Mondays und Superstar. Auch ein weiteres Album mit dem einfachen Titel Carpenters wurde produziert. Dieses brachte ihnen einen weiteren Grammy als bestes Duo ein.

Seit 1971 tourte das Duo weltweit; in London in einer ausverkauften Royal Albert Hall während ihrer Europatour, in den USA bei vielen hochkarätigen Shows, wie beispielsweise in der Hollywood Bowl, und in Japan, wo sie in ausverkauften Häusern auftraten.

In der ersten Hälfte des Jahres 1972 eroberten sie mit Hurting Each Other und It’s Going To Take Some Time wiederum die Charts. Der Song Goodbye To Love wurde in der zweiten Jahreshälfte veröffentlicht. Er war nicht nur in den USA mit Platz 7 ein Erfolg, sondern wurde auch in den britischen Charts auf Platz 9 notiert.

Die nächsten vier Singles kamen vom vierten Carpenters-Album A Song For You: Top Of The World, Bless The Beasts And Children, Flat Baroque und Piano Picker. Damit war der Erfolg der Carpenters in den USA deutlich größer als in Großbritannien. Dazu trug auch die Anfang 1973 erschienene Single Sing bei, die in den USA millionenmal über die Ladentheke ging.

Die Wende in Großbritannien kam Mitte 1973 mit der Singleauskopplung von Yesterday Once More aus ihrem neuen Album Now And Then. Das Lied stürmte die britischen Charts und erreichte als höchste Notierung Platz 2, genau wie in den USA. Yesterday Once More war zudem in Japan ein Riesenerfolg. Das Album Now And Then enthielt eine ungewöhnliche Idee. Eine Seite war als Radioshow aufgebaut, bei der die Carpenters acht klassische Hits der 1960er Jahre präsentierten. Tony Peluso trat dabei als Discjockey auf.

Die folgende Zusammenstellung ihrer Hits unter dem Titel The Singles 1969–1973 stand wochenlang in den USA und Großbritannien auf dem ersten Platz der LP-Charts.

1974 hatten die Carpenters mit der Single Jambalaya ihren weltweit größten Chart-Hit. Nicht nur in Großbritannien stand das Lied lange in den Charts, auch in Japan und den Niederlanden wurde die Single mit Gold ausgezeichnet. In den USA wurde die Single nicht veröffentlicht, da dort zur selben Zeit John Fogerty mit dem Titel einen Hit verzeichnen konnte.

Der größte Single-Verkaufserfolg kam zu Beginn des Jahres 1975 mit dem 60er-Jahre-Hit der Marvelettes, Please Mr. Postman. Dank der Interpretation des Liedes durch die Beatles war es schon weltweit bekannt, und die Carpenters konnten dem Song noch einmal in die Hitparaden verhelfen. In den USA Platz eins und Großbritannien Platz zwei, erreichte er auch in vielen anderen Ländern Topplazierungen.

Das nächste Album mit dem Titel Horizon hatte in Großbritannien einen größeren Erfolg als in den USA. Für sechs Monate stand es in den LP-Charts und konnte schon kurz nach der Veröffentlichung auf Platz eins notiert werden.

Karens Weg in die Krankheit
Trotz des andauernden Stress, den die fortwährenden Aufnahmen und ausgedehnten Tourneen mit sich brachten, hatte Karen Carpenter seit 1967 ihr Gewicht von 55 kg gehalten. Sie machte zwar weiter ihre Diät, aber das unregelmäßige Essen, das zum großen Teil aus Junk Food bestand, führte zu keinem Gewichtsverlust. Als sie eines Tages Aufnahmen eines Konzerts aus dem August 1973 sah, reagierte sie erschrocken. Das unvorteilhafte Kleid ließ einen kleinen Bauch durchscheinen. Da zu dieser Zeit gesunde Ernährung und ein persönlicher Trainer in Mode waren, legte sie sich auch einen Gesundheits-Guru zu, der ihr zu einer erhöhten Einnahme von kohlenhydrathaltigem Essen riet. Zudem strich sie alle Kalorienbomben von ihrem Speiseplan, auch ihre geliebte Eiscreme, und begann ihren Körper zu trainieren.

Doch dann geschah etwas, das sie erschreckte. Anstelle eines Gewichtsverlustes begann ihr Körper, Muskelmasse aufzubauen. Sie war zwar nicht schwerer geworden, wirkte aber so. Im November 1973, als die Carpenters an einem Bob-Hope-TV-Special teilnahmen, war sie sehr unglücklich über ihr Aussehen. Sie beschloss umgehend, alle Übungen zu streichen, von denen sie glaubte, dass sie zur Muskelstärkung beitrugen, und begann eine in ihren Augen „normale“ Diät. Im Schlankheitswahn der damaligen Zeit fiel eine auf ihre Figur und Gesundheit achtende Karen Carpenter weiter nicht auf. Noch im Mai 1974 wirkte sie bei einem Fotoshooting für die Zeitschrift Rolling Stone Magazine wie eine gesunde, glückliche Frau.

Doch in den folgenden Monaten begann sich die Magersucht (Anorexia Nervosa) auszuwirken. Im September 1975 wog Karen nur noch 41 kg. Ihre Ausdauer und Energie waren vorläufig an einem Tiefpunkt angekommen, der sie zu einer zweimonatigen Ruhepause zwang. Die anberaumten und schon ausverkauften Tourneen durch Großbritannien und Japan mussten auf das nächste Jahr verschoben werden.

Fernsehspecials
Richard besann sich zu dieser Zeit darauf, dass der große Erfolg der Carpenters eigentlich von ihren exzellenten Plattenproduktionen kam und die Gruppe keine Live-Band sein wollte. Durch die Touren im Jahr 1974 waren sie nicht zu einer neuen Albumproduktion gekommen, und so wurde ihm klar, dass sie das Management wechseln mussten.

Bei der Arbeit zu ihrem siebten Album A Kind Of Hush ergab sich ein Fernsehvertrag von ABC für eine Abendshow zur besten Zeit, bei der Gaststars wie Ella Fitzgerald, Olivia Newton-John, John Denver, Victor Borge oder Barry Manilow auftraten. The Carpenters Very First Television Special startete am 8. Dezember 1976. Sie war so erfolgreich, dass bis 1980 fünf Specials ausgestrahlt wurden.

Nach dem Erscheinen des neuen Albums holten sie die abgesagten Tourneen nach. Die Japantour mit 21 Konzerten in 27 Tagen war ein Riesenerfolg. Die darauf folgende Europatour gipfelte in einem ausverkauften Konzert im Londoner Palladium, wo eine Live-LP mitgeschnitten wurde. Nachdem die Aufnahmen in den AIR-Studios abgemischt worden waren, wurde die LP nur ein paar Tage nach dem Abflug der Carpenters veröffentlicht.

Auch Richard Carpenter musste sich einem Problem stellen. Seit Anbeginn der Karriere hatte er regelmäßig eine geringe Dosis des Beruhigungsmittels Quaalude zu sich genommen. Der Arzt der Familie hatte auf die Einnahmeregeln hingewiesen, doch im Laufe der Jahre hatte Richard die Dosis zum Einschlafen stetig erhöht. Ende 1976 machte sich die hohe Dosis schmerzlich bemerkbar, und er beschloss, seine Abhängigkeit zu bekämpfen.

Die letzten Erfolgsjahre
All You Get From Love Is A Love Song, die neue Single im Jahre 1977, brachte eine neue Erfolgswelle in den USA. In Großbritannien war ihr einziger Hit des Jahres aber der für den sogenannten World Contact Day vorgesehene Titel Calling Occupants Of Interplanetary Craft. Er erreichte den neunten Platz in Großbritannien. Zusammen mit der Folgesingle Sweet, Sweet Smile war er eine Auskopplung aus dem Album Passage.

1978 war einigen Konzerten, zwei TV-Specials, Videoaufnahmen und einem Projekt gewidmet, das die beiden schon seit 1971 verfolgten: ein Weihnachtsalbum. Doch Richards Tablettenproblem ließ ihm nicht die Energie, die er eigentlich benötigt hätte, um rund um die Uhr daran zu arbeiten. So beschränkte er sich auf die Titelauswahl und deren Reihenfolge und engagierte zwei Weltklassearrangeure. Die Produktion lag ebenfalls in seinen Händen. Das Resultat war Christmas Portrait, ein Weihnachtsalbum mit einem großen Orchester und einem Chor, der aus den besten Talenten Hollywoods bestand. Karens Stimme passte hervorragend in die ausgearbeiteten Arrangements, und ab Oktober 1978 war es ein absoluter Verkaufsschlager.

Im Januar 1979 beschloss Richard dann endgültig, eine Rehabilitationsklinik aufzusuchen, in der er sechs Wochen verbrachte. Auch Karen lag zu dieser Zeit wieder für zwei Wochen im Krankenhaus, um sich von den letzten Strapazen zu erholen. Richard beschloss nach seiner Reha, den Rest des Jahres auszuspannen, was Karen dazu veranlasste, endlich ihr erstes Soloprojekt anzugehen. Dazu holte sie sich den Ostküstenproduzenten Phil Ramone. Für die Produktionen pendelte sie mehrfach zwischen West- und Ostküste hin und her. Doch einige Faktoren wie beispielsweise die ausgefeilte Studioarbeit von Phil Ramone verzögerten die Arbeit am Soloalbum. Idealerweise sollte es zum Jahresanfang 1980 erscheinen, kurz nach dem fünften TV-Special, so dass beide dann an einem neuen gemeinsamen Album arbeiten konnten. Doch kurz vor Ende der Aufnahmen ließ A&M durchblicken, dass sie mit der Songauswahl nicht ganz einverstanden waren. Karen entschloss sich daher, das Album vorerst auf Eis zu legen.

Den Rest des Jahres verbrachten die Carpenters mit Studioarbeit am nächsten Album mit dem Titel Made In America, das aber erst im Juni 1981 veröffentlicht wurde. Die ausgekoppelte Single Touch Me When We’re Dancing war der letzte Top-20-Eintrag der Carpenters in den USA.

Das Ende des Duos und Karens Tod
Ab Januar 1982 zog Karen vorübergehend nach New York ins Regency Hotel, um Doktor Steven Levenkron für eine Therapie gegen ihre Magersucht aufzusuchen. Levenkron war einer der bekanntesten Ärzte auf diesem Gebiet. 1978 hatte er mit seinem Buch The Best Little Girl in the World die Magersucht in das öffentliche Interesse gerückt. Die nächsten elf Monate besuchte Karen ihn fünfmal die Woche. Trotz aller Fortschritte, die sie laut Levenkron machte, musste sie zwischenzeitlich ins Krankenhaus, da sie bis auf 36 kg bei 163 cm Körpergröße abgemagert war. Dort gelang es den Ärzten, sie mit einer speziellen Behandlung wieder auf 48 kg zu bringen.

Nach weiteren anschließenden Sitzungen mit Levenkron, die nach seinen Aussagen sehr erfolgreich verliefen, kehrte eine deutlich besser aussehende Karen Carpenter im November 1982 nach L.A. zurück. Ihr Bruder konnte dies nur bestätigen, ihre Energie war wieder da, und sie stürzte sich in die Arbeit, um ihr Leben und die Karriere weiterzuführen. Im Dezember gab sie eine letzte Vorstellung an ihrer Patenschule in Downey.

Am 4. Februar 1983 wurde Karen Carpenter bewusstlos in der Wohnung ihrer Eltern in Downey aufgefunden. Schon kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus verstarb sie. Als offizielle Todesursache wird ein Herzinfarkt angegeben. Der eigentliche Grund für ihren Tod lag aber wohl in der überwundenen Magersucht und der relativ schnellen Gewichtszunahme, die ihr Herz nicht verkraften konnte (S. Levenkron).

Nach Karens Tod
Der Popularität der Carpenters stand der Tod von Karen aber nicht im Wege. Das posthum erschienene Album Voice Of The Heart enthielt die letzten Aufnahmen des Geschwisterpaares und war ein Chartstürmer, besonders in Großbritannien, wo es bis auf Platz sechs stieg. 1984 stellte Richard ein weiteres Weihnachtsalbum aus Songs zusammen, die es aus Platzmangel nicht auf das erste geschafft hatten. Der Albumtitel war An Old Fashioned Christmas. Aus etlichen Carpentersaufnahmen, die nie für frühere LPs Verwendung fanden, wurde 1989 Lovelines generiert. Dazu kamen Songs aus einigen Fernseh-Shows und vier Songs aus dem nie vollendeten Soloalbum von Karen. Ein weiterer Verkaufsschlager wurde 1990 in Großbritannien auf den Markt gebracht; das Greatest-Hits-Album Only Yesterday. Es hielt sich neun Wochen auf dem ersten Platz und war in diesem Jahr das am zweitbesten verkaufte Album.

1994 fand das 25. Jubiläum der Vertragsunterzeichnung bei A&M statt. Aus diesem Grund veröffentlichte das Label zwei Alben. Eines der Carpenters mit dem Titel Interpretations, und ein Album, auf dem zu Ehren der Carpenters bekannte Stars wie Sonic Youth and Sheryl Crow deren Songs interpretierten. Daneben setzten Sonic Youth ihr ein Denkmal mit dem Lied „Tunic (Song for Karen)“ auf dem 1990 erschienenen Album „Goo“.

In Japan wählte der bekannte Drehbuchautor Shinji Nojima die beiden Carpenterstitel Need To Be In Love und Top Of The World als Titelsongs für seine neue 13-teilige Serie Miseinen aus. Andere Songs der Carpenters waren als Hintergrundmusik zu hören. Die Serie war bei der Zielgruppe im Alter zwischen 13 und 21 Jahren ein Riesenerfolg, und auch die Popularität der Carpenters stieg in Japan in schwindelerregende Höhen. Weiterhin wurde auch der Song, Montalbano, Rainbow Connection für die in Japan sehr erfolgreiche Dramaserie Koi Ga Shitai verwendet. Eine daraufhin veröffentlichte Single-CD bekam Vierfach-Platin und erhöhte noch einmal die Verkaufszahlen der älteren Carpenters-Alben. Die von Richard Carpenter zusammengestellte CD Twenty-Two Hits of the Carpenters sprang in Japan umgehend auf Platz eins. Auch in China war der Song “Close to you” ein Hit. Der Song wurde zum chinesischen Film “So close” verwendet.

Im März 2005 eroberte eine Box, bestehend aus einer CD mit 20 Greatest Hits und einer DVD mit 15 zusätzlichen Aufnahmen, die britischen Charts. Innerhalb von 14 Tagen stand sie auf Platz vier.

Der Song Close to you ist vielen auch bekannt als der persönliche Liebessong von Homer und Marge Simpson aus zahlreichen Folgen der Simpsons und zuletzt auch aus dem Simpsons-Film zur Serie aus dem Jahr 2007.

Diskografie

US Top 40 Singles (Billboard)
1. (They Long To Be) Close To You – Erschienen am 20. Juni 1970; Höchstnotierung Nr. 1 für vier Wochen (Gold)
2. We’ve Only Just Begun – Erschienen am 12. September 1970; Höchstnotierung Nr. 2 für vier Wochen (Gold)
3. Merry, Christmas Darling – Erschienen am 19. Dezember 1970; Höchstnotierung Nr. 1 für drei Wochen
4. For All We Know – Erschienen am 6. Februar 1971; Höchstnotierung Nr. 3 (Gold)
5. Rainy Days And Mondays – Erschienen am 15. Mai 1971; Höchstnotierung Nr. 2 für zwei Wochen (Gold)
6. Superstar – Erschienen am 4. September 1971; Höchstnotierung Nr. 2 für zwei Wochen (Gold)
7. Hurting Each Other – Erschienen am 15. Januar 1972; Höchstnotierung Nr. 2 für zwei Wochen (Gold)
8. It’s Going To Take Some Time – Erschienen am 29. April 1972; Höchstnotierung Nr. 12
9. Goodbye To Love – Erschienen am 15. Juli 1972; Höchstnotierung Nr. 7
10. Sing – Erschienen am 24. Februar 1973; Höchstnotierung Nr. 3 (Gold)
11. Yesterday Once More – Erschienen am 2. Juni 1973; Höchstnotierung Nr. 2 (Gold)
12. Top Of The World – Erschienen am 6. Oktober 1973; Höchstnotierung Nr. 1 für zwei Wochen (Gold)
13. I Won’t Last A Day Without You – Erschienen am 13. April 1974; Höchstnotierung Nr. 11
14. Please Mr. Postman – Erschienen am 23. November 1974; Höchstnotierung Nr. 1 (Gold)
15. Only Yesterday – Erschienen am 29. März 1975; Höchstnotierung Nr. 4
16. Solitaire – Erschienen am 2. August 1975; Höchstnotierung Nr. 17
17. There’s A Kind Of Hush (All Over The World) – Erschienen am 28. Februar 1976; Höchstnotierung Nr. 12
18. I Need To Be In Love – Erschienen am 12. Juni 1976; Höchstnotierung Nr. 25
19. All You Get From Love Is A Love Song – Erschienen am 21. Mai 1977; Höchstnotierung Nr. 35
20. Calling Occupants Of Interplanetary Craft – Erschienen am 8. Oktober 1977; Höchstnotierung Nr. 32
21. Touch Me When We’re Dancing – Erschienen am 20. Juni 1981; Höchstnotierung Nr. 16
22. Sweet sweet smile – Erschienen Sommer 1978; Höchstnotierung Nr. 22

US Top 40 Alben (Billboard)

1. Close To You – Erschienen am 26. September 1970; Höchstnotierung Nr. 2 (Gold)
2. Carpenters – Erschienen am 5. Juni 1971; Höchstnotierung Nr. 2 für zwei Wochen (Gold)
3. A Song For You – Erschienen am 8. Juli 1972; Höchstnotierung Nr. 4 (Gold)
4. Now & Then – Erschienen am 9. Juni 1973; Höchstnotierung Nr. 2 (Gold)
5. The Singles (1969–1973) – Erschienen am 8. Dezember 1973; Höchstnotierung Nr. 1 (Platin)
6. Horizon – Erschienen am 28. Juni 1975; Höchstnotierung Nr. 13 (Gold)
7. A Kind Of Hush – Erschienen am 31. Juli 1976; Höchstnotierung Nr. 33 (Gold)

Studio-Alben (Chronologisch)
* 1969 – Offering
* 1969 – Ticket To Ride (Wiederveröffentlichung vom Album Offering mit anderem Titel)
* 1970 – Close To You
* 1971 – Carpenters
* 1972 – A Song For You
* 1973 – Now & Then
* 1975 – Horizon
* 1976 – A Kind Of Hush
* 1977 – Passage
* 1978 – Christmas Portrait
* 1981 – Made In America
* 1983 – Voice Of The Heart

Kompilationen, Raritäten, Solo-Alben
* 1973 – The Singles 1969–1973 (Best Of)
* 1974 – Carpenters Live in Japan (nur in Japan veröffentlicht)
* 1976 – Carpenters Live at the Palladium
* 1978 – Singles 1974-1978 (Best Of II)
* 1980 – Beautiful Moments
* 1984 – An Old-Fashioned Christmas (Outtakes von Christmas Portrait)
* 1989 – Lovelines
* 1991 – Carpenters From the Top (4 CD)
* 1995 – Interpretations: 25th Anniversary
* 1996 – Karen Carpenter (Solo-Album, Aufnahme 1979/80, aber erst 1996 veröffentlicht)
* 1996 – Carpenters Christmas Collection (2 CD) (Die beiden Alben „Christmas Portrait“ und „An Old-Fashioned Christmas“)
* 1998 – Richard Carpenter: Pianist, Arranger, Composer, Conductor
* 2000 – Carpenters Gold (Greatest Hits)
* 2001 – As Time Goes By
* 2004 – Carpenters Gold 35th Anniversary Edition (2 CD) (Best Of)
* 2005 – The Singles 1969–1981 (Hybrid-SACD) (Best Of)
* 2005 – Chronicle Series: Carpenters Gold (3 CD-Set mit den Original-Alben „Close To You“, „Carpenters“ und „A Song For You“)

Die Studio-Alben wurden von Richard Carpenter zwischenzeitlich auch in einer als „Remastered Classics“ benannten Reihe in digital überarbeiter (remasterter) Fassung herausgebracht. Album-Cover und Hintergrund-Infos zu den Studio-Alben, Kompilationen, Raritäten und Solo-Alben finden sich auch auf der offiziellen Homepage der Carpenters

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JOE COCKER

John Robert „Joe“ Cocker OBE (* 20. Mai 1944 in Sheffield, England) ist ein britischer Rock/Blues-Sänger. Er interpretiert oft Stücke anderer Interpreten.

sheffield
Sheffield [ˈʃɛfiːld] ist eine englische Stadt in South Yorkshire und Verwaltungssitz der Region Yorkshire and the Humber. Mit 520.732 Einwohnern (2007) und rund 1,2 Millionen Einwohner innerhalb der Metropolregion zählt sie zu den größten Städten in England.

Biografie

Joe Cocker, von Beruf Gasinstallateur, begann seine Musikerkarriere im Alter von 15 Jahren in mehreren kleineren Bands in seiner Heimatstadt Sheffield. Seine erste Band war Vance Arnold and the Avengers (sein Künstlername war Vance Arnold), die immerhin einen Auftritt der Rolling Stones eröffnete. Die nächste Band hieß Big Blues (1963). Damals unterzeichnete Cocker einen Vertrag bei Decca Records, beendete seine Installateurtätigkeit und gründete schließlich The Grease Band (1966).
Sein erster großer Hit war Ende 1968 eine Cover-Version des Beatles-Liedes With a Little Help from My Friends, Platz 1 im Vereinigten Königreich,in Deutschland Rang 3. Um Finanzen oder Verträge kümmerte sich Cocker zunächst nur sehr nachlässig, so dass er im selben Jahr eine 56-tägige US-Tournee absolvieren musste, obwohl er sich gerade von seiner Band getrennt hatte und aufgrund der Vertragsbedingungen kaum finanziellen Nutzen daraus ziehen konnte. Seine Manager ließen ihn auf zahlreichen Festivals auftreten, um ihn zu bewerben.Beim Woodstock-Festival im August 1969 war er eine der Hauptattraktionen. Seine zappelnde und zuckende Bühnengestik, die er vor dem Mikrofon pflegte, wurden von da an sein Markenzeichen. Während des Gitarrensolos von With a Little Help from My Friends bildete er die Musik mit bloßen Händen nach und prägte so die Bewegungsformen der Luftgitarre. Ebenfalls 1969 trat er in den USA in Ed Sullivans Fernsehshow auf.
Auch ein Großteil seiner weiteren Plattenerfolge waren Cover-Versionen wie She Came in Through the Bathroom Window, ebenfalls von den Beatles, oder The Letter von The Box Tops, beide 1970. Andere frühe Hits hatte Cocker mit Cry Me a River (1970), im Original 1955 von Julie London, Dave Masons Feelin’ Alright (1969/1972) und das von Billy Preston und Bruce Fisher geschriebene You Are so Beautiful (1974), die sich allesamt, teilweise als Live-Versionen, in den Top-40 der US-Billboard-Charts platzieren konnten.

Ein wichtiger Songwriter für Cocker war Leon Russell, der für ihn unter anderem den britischen Top-Ten-Hit Delta Lady im Jahr 1969 komponierte, die als Mad Dogs & Englishmen bekannte Tournee organisierte und auch selbst als Gitarrist und Keyboarder zur Band gehörte. Während der 56-tägigen Tour quer durch die USA, von Detroit nach San Bernardino (Kalifornien), spielte Cocker 1970 zusammen mit einer Big Band von 40 Musikern das gleichnamige Live-Album ein, das in Großbritannien bis auf Platz 16 der LP-Charts kam. So klapperte die Combo 48 Städte mit ihrer energetischen Blues-Show ab.
Zusammen mit dem ebenfalls in Sheffield 1944 geborenen Bassisten und Tastenmann Chris Stainton verfasste Cocker aber auch eigene Songs. Stainton war schon in Cockers frühen Bands Mitglied, gehörte zur Live-Formation beim Woodstock-Festival und auf der Mad Dogs & Englishmen Tour, und war bis einschließlich des 1972 erschienenen Albums Something to Say an nahezu allen Aufnahmen beteiligt. Während dieser Zusammenarbeit entstanden Lieder wie High Time We Went (Platz 22 in den USA), Pardon Me Sir oder Woman to Woman, dessen Groove und markantes Piano-Riff unter anderem von 2Pac in dessen 1996er Top-Hit California Love gesampelt wurde.

Anfang der 1970er Jahre bekam Cocker Probleme mit verschiedenen Suchtmitteln, was sich negativ auf die Qualität und den Verkauf seiner Musik auswirkte. Jahrelang nahm er nichts Neues auf, sondern tourte permanent, um seine Rechnungen zahlen zu können. Psychische Probleme machten seine Konzerte oftmals zu einem Risiko und führten 1974 sogar zu einem Haftaufenthalt. Wegen dieses Haftaufenthaltes aufgrund von verschiedenen Straftaten (unter anderem Drogendelikten und Körperverletzung) konnte ein Konzert in Wien nicht stattfinden.

In den 1980er Jahren ging es dank einer Kooperation mit den Crusaders bergauf. Das Album Sheffield Steel (1982) katapultierte ihn wieder nach ganz oben. Cocker landete in den folgenden Jahren mehrere große Charts-Hits wie When The Night Comes (US Platz 11), N’oubliez jamais, Unchain My Heart oder Up Where We Belong im Duett mit Jennifer Warnes (Platz 1 in den USA , 7 im UK, 6 in D). Für Up Where We Belong, den Titelsong des Films Ein Offizier und Gentleman, erhielt Cocker einen Oscar. Randy Newmans You Can Leave Your Hat On wurde in Cockers Version 1986 weltberühmt. Dieser Song wurde im Film 9 1/2 Wochen gespielt und wird seitdem häufig bei Stripteases benutzt.

Am 11. Oktober 1987 heiratete Joe Cocker die US-amerikanische Erzieherin Pam Baker und lebt seither recht zurückgezogen in Crawford, Colorado, wo er eine Ranch namens Mad Dog Ranch betreibt. Er besaß dort eine Eisdiele, die seine Frau führte.
Ebenfalls 1987 kam es zur Zusammenarbeit mit dem deutschen Rocksänger und Komponisten Klaus Lage. Unter anderem entstand der Titelsong Now, That You’re Gone für die WDR-Kinoproduktion „Zabou“. Im Jahr 1988 durfte Cocker als einer von wenigen westlichen Musikern zweimal vor insgesamt 170.000 Menschen in der DDR auftreten, nämlich in Berlin und in Dresden, wo seitdem die Cockerwiese im Volksmund seinen Namen trägt.
Cocker sang 1995 den Beck’s-Bier-Werbesong Sail Away für die Bremer Brauerei Beck & Co.. 1996 trat er in der Fernsehproduktion Crossroads zusammen mit der Kelly Family auf. Unter anderem präsentierte er dort Up Where We Belong zusammen mit Kathy Kelly.

Am 16. Juni 2007 wurde Joe Cocker von Queen Elizabeth II. zum Officer of the Order of the British Empire (OBE) ernannt und am 22. September 2007 im Rahmen des SWR3 New Pop Festivals für sein Lebenswerk mit dem „Pioneer of Pop“ ausgezeichnet. Ebenfalls 2007 war Cocker in dem Film Across the Universe in einer Nebenrolle als Tramp, Zuhälter und Hippie zu sehen und dabei zum

Diskografie

Alben

* 1969: With a Little Help from My Friends
* 1969: Joe Cocker!
* 1970: Mad Dogs & Englishmen
* 1972: Joe Cocker (auch bekannt als Something to Say)
* 1972: Live in LA
* 1974: I Can Stand a Little Rain
* 1975: Jamaica Say You Will
* 1976: Stingray
* 1976: Space Captain (live)
* 1978: Luxury You Can Afford
* 1982: Sheffield Steel
* 1984: Civilized Man
* 1986: Cocker
* 1987: Unchain My Heart
* 1989: One Night of Sin
* 1990: Joe Cocker Live
* 1991: Night Calls
* 1992: U.S.A. live (wurde nach kurzer Zeit vom Markt genommen, da das Label dieses Album noch nicht freigab)
* 1994: Have a Little Faith
* 1996: Organic
* 1997: Across from Midnight
* 1999: No Ordinary World
* 2002: Respect Yourself
* 2004: Heart & Soul
* 2007: Hymn for My Soul
* 2009: Live At Woodstock
* 2010: Hard Knocks

Kompilationen

* 1970: Cocker Happy
* 1972: Pop Giants Vol. 29 Brunswick Silber Serie 2911 539
* 1977: Greatest Hits
* 1991: Feeling Alright ’68–’78 (Zounds, alle Titel digital remastert)
* 1993: The Very Best of Joe Cocker
* 1995: The Long Voyage Home
* 1998: Greatest Hits
* 1999: The Best of Joe Cocker
* 2003: The Ultimate Collection 1968–2003

Literatur

* Julian P. Bean: Joe Cocker. The Authorised Biography. Virgin Books, London 2003, ISBN 1-85227-043-8. Ursprünglich als:
* Julian P. Bean: Joe Cocker. With a Little Help from My Friends. The Authorized Biography. Omnibus Press, London/New York 1990, ISBN 0-7119-2226-8. Deutsche Übersetzung:

* Julian P. Bean: With a Little Help from My Friends. Joe Cocker. Durch die Hölle zum Erfolg. Autorisierte Biographie. Hannibal-Verlag, Wien 1991, ISBN 3-85445-064-8.
* Petra Zeitz: Joe Cocker. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61256-6.

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COUNTRY JOE

Country Joe McDonald (* 1. Januar 1942 in Washington, DC als Joseph McDonald) ist ein US-amerikanischer Folk- und Rocksänger und Singer-Songwriter.

McDonald wurde in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre als Frontmann der politisch aktiven Rockband Country Joe and the Fish bekannt. Nach deren Auflösung verfolgte er eine Solokarriere. In den 60er Jahren protestierte er gegen den Vietnamkrieg, trat später für den Umweltschutz ein und vertrat eine kritische Position zum Irakkrieg.

McDonald wuchs in El Monte, einem Vorort von Los Angeles, auf. Anfang der 60er Jahre zog er nach Berkeley, wo er in diversen Bands zu spielen begann. 1964 nahm er zusammen mit dem Folk-Gitarristen Blair Hardman seine ersten Songs auf, die 1977 kurzzeitig beim Label First American Records unter dem Titel The Early Years erhältlich waren. 1965 gründete McDonald mit Barry Melton Country Joe and the Fish, die mit ihren politisch motivierten Rocksongs populär wurden und 1969 auf dem legendären Woodstock-Festival auftraten. Country Joe war dort auch als Solo-Akt mit seinem wohl berühmtesten Song, dem I-Feel-Like-I’m-Fixin’-To-Die Rag, zu sehen.

Nach der Auflösung der Gruppe im Jahr 1971 nahm das Label Vanguard Records McDonald als Solokünstler unter Vertrag. Mit Thinking of Woody Guthrie und Tonight I’m Singing Just For You nahm er zunächst zwei Country-Platten auf. Auf der Bühne stand er nun meist solo mit seiner Gitarre. In den 70er Jahren lebte McDonald eine Zeit lang in Frankreich. Sein Album Hold On It’s Coming (1971), auf dem unter anderem auch Peter Green zu hören ist, entstand in London. In Skandinavien nahm er die Filmmusik zu Stille Tage in Clichy (nach Henry Miller) auf.

1975 kehrte McDonald nach Kalifornien zurück und unterschrieb beim Label Fantasy Records, für das er in den folgenden Jahren fünf Alben einspielte, darunter das erfolgreiche Paradise With An Ocean View (1975).

Ab 1980 veröffentlichte McDonald seine Platten auf dem eigenen Label Rag Baby. On My Own (1980) wurde in nur einer Nacht in einem Studio in Brackenheim aufgenommen. Das folgende Live-Album Into The Fray (1982) entstand während einer ausverkauften gemeinsamen Tournee durch Süddeutschland mit den dort populären Wolle Kriwanek & Schulz Bros. Mit seinen Alben Child’s Play (1983) und Peace on Earth (1984) setzte McDonald sich weiterhin für Natur- und Umweltschutz ein und mit The Vietnam Experience (1986) arbeitete er erneut die Folgen des Vietnamkriegs auf.

Danach wurde es ruhiger um McDonald und er veröffentlichte nur noch sporadisch Platten. Superstitious Blues (1991), mit Jerry Garcia an der Gitarre, und Carry On (1994) waren gelungene Folkalben. 1999 belebte er zusammen mit der britischen Neo-Psychedelic-Band The Bevis Frond für das Live-Album Eat Flowers And Kiss Babies den alten Sound von Country Joe And The Fish. Neuere Veröffentlichungen vertreibt McDonald nur noch über den Online-Shop seiner Webseite.

2004 gründete McDonald mit David Bennett Cohen, Bruce Barthol und Chicken Hirsh (alle drei ehemals bei Country Joe and the Fish) die Country Joe Band, die den Sound von Country Joe and the Fish erneut wiederbelebte. Die Band veröffentlichte 2005 ein Live-Album und eine DVD.

Diskografie

* Thinking Of Woody Guthrie (Vanguard Records 1969)
* Tonight I’m Singing Just For You (Vanguard 1970)
* Quiet Days In Clichy (Soundtrack) (Vanguard 1970)
* Hold On It’s Coming (Vanguard 1971)
* War War War (Vanguard 1971)
* Incredible! Live! (Vanguard 1972)
* The Paris Sessions (Vanguard 1973)
* Country Joe (Vanguard 1974)
* Paradise With An Ocean View (Fantasy 1975)
* Love Is A Fire (Fantasy 1976)
* The Early Years (First American, 1977)
* Goodbye Blues (Fantasy 1977)
* Rock And Roll From Planet Earth (Fantasy 1978)
* Leisure Suite (Fantasy 1979)
* Collector’s Items: The First Three EP’s Plus (Rag Baby 1980)
* On My Own (Rag Baby 1980)
* Into The Fray (Rag Baby 1982)
* Child’s Play (Rag Baby 1983)
* Animal Tracks (Rag Baby 1984)
* Peace On Earth (Rag Baby 1984)
* Vietnam Experience (Rag Baby 1986)
* Classics – The Fantasy Years (Fantasy 1989)
* The Best Of Country Joe McDonald – The Vanguard Years (Vanguard 1990)
* Superstitious Blues (Rag Baby/Rykodisc 1991)
* Carry On (Rag Baby/Shanachie Records 1994)
* Something Borrowed, Something New (Rag Baby/Big Beat 1998)
* Eat Flowers and Kiss Babies (mit The Bevis Frond) (Woronzov 1999)
* www.countryjoe.com (Rag Baby 2000)
* I Feel Like I’m Fixin’ To Sing Some Songs And Tell Some Stories (Rag Baby 2000)
* Thank The Nurse (4-Track-CD, Rag Baby 2002)
* Crossing Borders (mit M.L.Liebler, 2002)
* Live In Berkeley (mit The Country Joe Band, 2005)
* Natural Imperfecions (mit Bernie Krause, 2005)

Dieser Bericht basiert auf dem Artikel “Country Joe”
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DONOVAN

Donovan (* 10. Mai 1946 in Glasgow, Schottland als Donovan Phillips Leitch) ist ein britischer Sänger, Gitarrist und Songwriter auf dem Gebiet der Folk-Musik.

Biografie </strong
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Beziehung zu Bob Dylan (siehe Diskussion:Donovan) –Flominator 23:05, 21. Dez. 2006 (CET)

Donovan hatte seinen ersten Erfolg 1964 in der Fernsehshow „Ready, Steady, Go!“, ohne eine Platte veröffentlicht zu haben. Seinen ersten Hit hatte er 1965 mit der Folk-Ballade Catch the wind, die Reinhard Mey unter dem Pseudonym Rainer May als „Geh und fang den Wind“ aufnahm. Die Single erreichte den dritten Platz in den britischen Single-Charts. Weitere Erfolge aus dem Jahr 1965 brachten die Songs Colours, Turquoise und Universal Soldier, der letzte stammte ursprünglich von der kanadischen Folk-Sängerin Buffy Sainte-Marie.

Beeinflusst von der britischen Folk-Szene um Gitarristen wie Bert Jansch und John Renbourn spielte Donovan anfangs fast ausschließlich akustischen Folk, 1966 erweiterte er seine musikalische Bandbreite, indem er in seine Eigenkompositionen Rock-Elemente einfließen ließ. Künstlerisches Ergebnis dieser Entwicklung sind Sunshine Superman, Mellow Yellow, Hey Gyp und Hurdy Gurdy Man. Bei verschiedenen Musikproduktionen Donovans wirkten zwei spätere Mitglieder der 1969 gegründeten Formation Led Zeppelin, nämlich Jimmy Page und John Paul Jones, als Arrangeure und Studiomusiker mit. Donovans bekanntester Song dürfte die Folk-Ballade Atlantis von 1969 sein, welche 2001 für den Walt-Disney-Film Atlantis – The Lost Empire von den No Angels neu aufgenommen wurde und den fünften Platz in den deutschen Charts erreichte.

1968 reiste Donovan zusammen mit The Beatles nach Rishikesh (Indien), wo ein mehrwöchiger Meditationskurs des Gurus Maharishi Mahesh Yogi stattfand. George Harrison bedankte sich später auf dem Weißen Album für Donovans musikalischen Einfluss.

1969 nahm er außerdem zusammen mit der Jeff Beck Group das Studio-Album Barabajagal auf und spielte im Jahr darauf auf dem Isle of Wight Festival.

In der Folge zog sich Donovan zunehmend aus dem Pop-Business zurück. Vor allem reduzierte er seine Konzerttournee-Tätigkeit. Er beendete seine Zusammenarbeit mit dem Musikproduzenten Mickie Most, wirkte bei der Gruppe Open Road mit und heiratete Linda Lawrence, eine ehemalige Freundin des Rolling-Stones-Gitarristen Brian Jones. 1971 spielte Donovan in dem Film The Pied Piper (Der Rattenfänger) eine Hauptrolle und komponierte die Filmmusik. 1973 folgte das Album Cosmic Wheels mit Chris Spedding und Cozy Powell. Im selben Jahr trat er in der John Denver Show mit dem gleichnamigen Sänger auf und sang mit ihm zusammen das Lied Only The Blues.
1985 beteiligte sich Donovan unter anderem zusammen mit Tony Ashton, Maggie Bell und John Entwistle, unter der Leitung von Eddie Hardin, an der Vertonung des Kinderbuches Der Wind in den Weiden, welche 1991 in Freiburg im Breisgau aufgeführt wurde.

1996 veröffentlichte Donovan das von Rick Rubin produzierte Solo-Album Sutras.

2002 hatte Donovan einen Gastauftritt in der Episode „Tief im Süden“ der Science-Fiction-Zeichentrickserie Futurama, wodurch sein Name einer Generation bekannt wurde, für welche er nicht so selbstverständlich geläufig war.

2003 erhielt er den Ehrendoktortitel Doctor Of Letters der University of Hertfordshire. Nominiert wurde er unter anderem von Mac MacLeod, seinem alten Freund und Mentor. 2007 startete Donovan in Schottland die Planung einer von Maharishi inspirierten Universität: „The Invincible Donovan University“, in der Transzendentale Meditation (TM) Pflichtbestandteil ansonsten herkömmlicher Lehrpläne werden sollte. Unterstützt wurde er bei dem Projekt von Filmregisseur David Lynch .

2009 wurde er von der französischen Regierung mit dem Orden der Künste und der Literatur ausgezeichnet.
Donovan lebt heute mit seiner Frau Linda, den gemeinsamen Töchtern Astrella und Oriole sowie mit Lindas Sohn aus ihrer früheren Beziehung mit Brian Jones in Irland.

Rezeption

2007 wurde der Song Hurdy Gurdy Man als Titelfilmmusik des David Fincher Kinofilms Zodiac – Die Spur des Killers verwendet. Des Weiteren wurde der Song Atlantis schon im Jahre 2004 in dem Film The Girl Next Door (2004) und 1990 in Good Fellas verwendet.

Soziales Engagement

* Auftritt beim Benefiz-Konzert „Change Begins Within“ der David Lynch Foundation for Consciousness-Based Education and World Peace am 4. April 2009 in der Radio City Music Hall, New York City, u.a. mit Paul McCartney, Ringo Starr, Sheryl Crow, Ben Harper, Eddie Vedder und Moby. Mit den Konzerteinnahmen will die Stiftung sozial benachteiligten Kindern die Möglichkeit geben, Transzendentale Meditation zu erlernen.

Diskografie

* What’s Bin Did and What’s Bin Hid (1965)
* Fairy Tale (1965)
* Sunshine Superman (1966)
* Mellow Yellow (1967)
* A Gift from a Flower to a Garden (1967)
* o Wear Your Love Like Heaven (1967)
* o For Little Ones (1967)
* Donovan in Concert (live) (1968)
* The Hurdy Gurdy Man (1968)
* Barabajagal (1969)
* Open Road (1970)
* HMS Donovan (1971)
* Cosmic Wheels (1973)
* Live in Japan: Spring Tour 1973 (Japan, 1973)
* Essence to Essence (1973)

* 7-tease (1975)
* Slow Down World (1976)
* Donovan (1977)
* Neutronica (1980)
* Love Is Only Feeling (Deutschland, 1981)
* Lady of the Stars (1984)
* Donovan Rising (live) (1990)
* The Children of Lir (Irland, 1994)
* Sutras (1996)
* Rising Again (erweitert, 2001)
* The Pied Piper (2002)
* Sixty Four (2002) (Aufnahmen von 1964)
* Beat Café (2004)
* Brother Sun, Sister Moon (2004)
(Neuaufnahme des vergriffenen Soundtracks zu Bruder Sonne, Schwester Mond, nur über iTunes Store veröffentlicht)

Liste der erfolgreichen Singles

* 1965: Catch the Wind (GB Pl. 4, 13 W.)
* 1965: The Universal Soldier (EP) (GB Pl. 1)
* 1965: Colours (GB Pl. 4, 12 W.)
* 1965: Turquoise (GB Pl. 30, 6 W.)
* 1966: Sunshine Superman (D Pl. 7, 11 W.; GB Pl. 2, 11 W.)
* 1967: Mellow Yellow (D Pl. 16, 13 W.; GB Pl. 8, 8 W.)
* 1967: There Is a Mountain (GB Pl. 8, 11 W.)
* 1968: Jennifer Juniper (D Pl. 13, 10 W.; AT Pl. 10, 12 W.; GB Pl. 5, 11 W.)
* 1968: Hurdy Gurdy Man (D Pl. 11, AT Pl. 20, 4 W.; CH Pl. 5, 5 W., GB Pl. 4, 10 W.)
* 1968: Atlantis (D Pl. 2, 15 W.; AT Pl. 4, 16 W.; CH Pl. 1, 15 W.; GB Pl. 23, 8 W.)
* 1969: Goo Goo Barabajagal (Love Is Hot) (mit der Jeff Beck Group) (GB Pl. 12, 9 W.)
* 2001: When the Angels Sing / Atlantis (mit den No Angels) (D Pl. 5, 13 W.; AT Pl. 5, 14 W.; CH Pl. 16, 12 W.)

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